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Warwick: Perspektive bewahren
Der Ex-Formel-1-Pilot stellt Michael Schumacher nicht an den Pranger, die Blockade in Monaco zeige einfach seine Einstellung zum Erfolg
(Motorsport-Total.com) - Ganz gleich, was an den kommenden Tagen noch passieren wird, am Donnerstag, wenn der Formel-1-Tross versammelt in Silverstone eintrifft, wird die Streckenblockade von Michael Schumacher in der Qualifikation für den Monaco-Grand-Prix wieder das bestimmende Thema sein. Ex-Formel-1-Pilot Derek Warwick findet die Reaktionen durchaus verständlich, allmählich aber auch überzogen.
"Schumacher wird von den Kommentaren von Ex-Formel-1-Weltmeistern und seinen Kollegen schwere Bauchschmerzen bekommen. Das könnte ausreichen, um ihn aus dem Sport zu vertreiben", erklärte er in der 'Daily Mail'. Hinzukomme, dass Schumacher in Silverstone auch ohne den Zwischenfall nicht auf viele Freundlichkeit hoffen dürfe.

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"Britische Fans sind nicht Fans von Michael Schumacher. Vor einigen Jahren interviewte Murray Walker Michael in Silverstone, während die Menge buhte", erklärte er. Dabei würden viele Beobachter nur aus ihrem Kurzzeitgedächtnis heraus argumentieren. "Niemand ist ein größerer Fan von Ayrton Senna als ich, aber er hat versucht, Alain Prost umzubringen, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Und Prost machte das auch mit Senna - diese beiden Unfälle passierten bei 180 km/h."
Im Vergleich dazu sei die Aktion in Monaco fast harmlos gewesen. "Ich bin sicher, dass Michael jetzt das, was der getan hat, bedauert", so Warwick. "Aber man sollte die Perspektive bewahren: Michael stellte sein Auto in einer langsamen Kurve ab und provozierte damit gelbe Flaggen. Jeder von uns hat sich in seiner Karriere einmal einen Vorteil verschafft. Er wollte verzweifelt diese Pole Position. So ist dieser Mann eben, daher ist er siebenfacher Weltmeister."









