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Villeneuve sieht das BMW Sauber F1 Team als vierte Kraft

21. Juni 2006 - 10:01 Uhr

Wenn das BMW Sauber F1 Team wie bisher weiterarbeitet, könnte sich das neu formierte Team schon im ersten Jahr auf Rang vier wiederfinden

Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve möchte an der Erfolgsgeschichte mitwirken
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jacques Villeneuve reiste gut gelaunt zu seinem Heimrennen nach Montréal. Das BMW Sauber F1 Team präsentierte sich bei Testfahrten, bei denen im Hinblick auf das Rennen auf der Île Notre-Dame gearbeitet wurde, überraschend stark. Der Kanadier hofft nun, dass die Ergebnisse der Monza-Tests auch in Montréal spürbar sein werden.

"Wir waren konkurrenzfähiger als erwartet", so Villeneuve bei einem PR-Auftritt in Montréal. Umso größer ist die Vorfreude auf seinen Heim-Grand-Prix. Hinzukommt, dass er im BMW Sauber F1 Team nicht nur als Notlösung angesehen wird und auch Villeneuve fühlt sich im neu zusammengeführten Rennstall äußerst wohl.

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"Das Team ist aggressiv, jeder gibt immer alles und arbeitet härter als zuvor - aber immer mit einem Lächeln", so der Kanadier. "Sie leisten auch gern Überstunden, weil sie sehen, dass etwas Gutes passiert, dass wir Fortschritte machen und dass wir Punkte wegen der guten Arbeit holen können - und nicht nur mit Glück."

Wie sehr er mit dem BMW Sauber F1 Team verbunden ist, zeigt auch die Tatsache, dass er die Medienvertreter nicht wie in der Vergangenheit lässig gekleidet in seinem Restaurant 'Newtown' traf, sondern bei einem BMW Händler in der kanadischen Metropole - in Teamkleidung. Ein Ziel bis zum Saisonende - losgelöst von seiner eigenen Zukunft - hat er sich ebenfalls gesetzt: Das BMW Sauber F1 Team soll Rang vier in der Herstellerwertung erkämpfen.

BMW Sauber F1 Team weiter auf dem Vormarsch

"Wir können Vierter werden, das wäre großartig."
Jacques Villeneuve

"An Renault heranzukommen wird schon sehr schwierig, denn sie sind jedem einen Schritt voraus", so der 35-Jährige. "Was die anderen beiden Top-Teams angeht (Ferrari und McLaren-Mercedes; Anm. d. Red.), haben wir eine kleine Chance, aber nur, wenn wir einen sehr guten Tag haben und sie einen sehr schlechten."

"Wir liegen noch zurück. Wir müssen noch viel arbeiten, um sie einzuholen, und es wird davon abhängen, wie viele Verbesserungen wir im Laufe der Saison erreichen können", fuhr er fort. "Am Ende des Jahres könnten wir näher dran sein als erwartet. Derzeit liegen wir auf Rang fünf, das ist ein Platz besser als das Team vor der Saison gewollt hat. Das ist ja schon einmal gut. Aber wir können Vierter werden, das wäre großartig. Und wir können das schaffen."

Dabei helfe auch, dass der BMW Sauber F1.06 viel besser zu den Michelin-Reifen passe als der C24 aus dem Vorjahr. "Das Auto wurde für die Michelin-Reifen konstruiert", so Villeneuve. "Dadurch können wir die Reifen besser nutzen." Doch auch motorenseitig fiel der Fortschritt groß aus. "Der BMW Motor ist gut zu kontrollieren und hängt weniger von der Elektronik ab. Wir können dadurch besser an der Aerodynamik arbeiten. Im Vorjahr war das schwieriger."