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Super Aguri möchte in Montréal Stärke zeigen

19. Juni 2006 - 14:31 Uhr

Das Super Aguri F1 Team setzt die eigenen Ziele auch für das Rennen in Kanada nicht übermäßig hoch an - der Schwung solle beibehalten werden

Franck Montagny
Franck Montagnys anstrengender Juni geht in Kanada in die Fortsetzung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der 'Circuit Gilles Villeneuve' in Montréal bot schon in der Vergangenheit schwächeren Autos eine tolle Bühne. Die Boliden sind auf dem schnellen Kurs nicht auf maximalen Abtrieb getrimmt, so dass Fahrer, deren Autos auf diesem Gebiet Schwächen haben, durchaus überzeugen können. Bei Super Aguri hofft man, dass der SA05 in Kanada besser mithalten kann, denn der neue Bolide steht frühestens nach der Europa-Rückkehr bereit.

"Diese beiden Überseerennen sind anders als die vom Saisonbeginn, als wir in heißes und feuchtes Wetter nach Bahrain und Malaysia flogen", so Takuma Sato. "Das Wetter in Kanada ist einfacher zu verkraften, auch die Strecke ist körperlich nicht so anstrengend. Wir müssen also nicht speziell trainieren, reisen aber etwas früher an, um uns auf die Zeitumstellung einstellen zu können und um in den Rhythmus zu kommen."

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Der Japaner weilte am Wochenende in der Teambasis in Leafield, um die Entwicklung des SA06 zu beobachten, muss in Kanada aber weiter mit dem alten Modell fahren. "Der 'Circuit Gilles Villeneuve' ist fordernd für die Bremsen, denn die meisten Kurven nach den langen Geraden sind sehr langsam", erklärte er. "Eine gute Bremsstabilität und eine gute Traktion sind daher besonders wichtig. Die Strecke kann wegen der großen klimatischen Unterschiede zwischen Winter und Sommer sehr wellig sein, hoffentlich finden wir für den SA05 einen guten mechanischen Grip."

Für Franck Montagny stand das vergangene Wochenende nicht im Zeichen der Entspannung. Für das Team von Henri Pescarolo fuhr er die 24 Stunden von Le Mans. Zusammen mit Sebastien Loeb und Eric Helary musste er sich nur dem Audi R10 TDI von Frank Biela, Emanuele Pirro und Marco Werner geschlagen geben.

"Es war gut, dass in Silverstone beide Autos das Ziel erreichten", so der Franzose. "Natürlich liegen wir weit hinter der Spitze, aber wir konnten wieder mehr Runden fahren und Daten sammeln. Das ist sehr positiv. Ich freue mich auf Montréal und den Kanada-Grand-Prix, denn der Kurs ist ganz anders, hat eine andere Charakteristik. Ich denke, dass unsere Leistung hier besser ausfallen sollte. Aber es wird wieder ein hartes und herausforderndes Rennen für uns werden."

"Es war toll mit anzuschauen, wie beide Autos des Super Aguri F1 Teams in Silverstone das Ziel erreichten", so Teamchef Aguri Suzuki. "Ich muss sagen, dass ich besorgt war, als beide Autos im Freien Training am Samstag von der Strecke abkamen. Aber die Mechaniker haben ohne Unterlass gearbeitet, um das Ersatzauto für das Qualifying und Takumas Auto für das Rennen wieder aufzubauen. Wir müssen den Schwung beibehalten und anstreben, dass auch in Montréal beide Autos die karierte Flagge sehen."