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Stewart: Die Formel 1 braucht die USA

25. Juni 2006 - 11:33 Uhr

Bernie Ecclestone übt vor den Verhandlungen Druck auf Indianapolis aus - Jackie Stewart versteht das harte Vorgehen aber nicht

Jackie Stewart
Sir Jackie Stewart sieht in den USA keine Alternative zu Indianapolis
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erweckte an den vergangenen Tagen den Eindruck, als würde er "seine" Formel 1 gar nicht so gern in den USA fahren sehen. "Es ist für die Formel 1 nicht wichtig, ob wir einen Grand Prix in den Vereinigten Staaten haben oder nicht", so der Engländer in der 'Times'. Der Ball in den kommenden Verhandlungen mit dem 'Indianapolis Motor Speedway' liegt somit nicht mehr bei ihm.

Möchte Indianapolis das Rennen halten, so sollten sie eben etwas dafür tun. Ecclestones Verhandlungstaktik ist dabei mehr als offensichtlich, denn nicht nur die Hersteller in der Formel 1 drängen auf eine Verlängerung des Vertrages, sie wünschen sich sogar ein zweites Rennen in den Vereinigten Staaten.

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Für Jackie Stewart, über über Jahrzehnte hinweg als Botschafter von Ford auch ein Kenner der US-Szene, gibt es zu Indianapolis aber keine Alternative. "Ich verstehe das nicht", so der Schotte zu den Äußerungen von Ecclestone. "Was genau möchte er uns damit sagen?"

Joie Chitwood, Präsident des 'Indianapolis Motor Speedway', glaubt die Antwort zu kennen: "Das war doch nur eine Positionierung für den neuen Vertrag." Dazu gehöre auch, dass Ecclestone eine mögliche Konkurrenz in den Raum stellt. Die Formel 1, so betonte er immer wieder, könnte ja auch woanders in den USA fahren.

"Möglich ist das schon, aber wo?", fragte Stewart im 'Independent'. "Das wäre (in Las Vegas; Anm. d.Red.) wieder nur auf einem Parkplatz möglich, wie 1982. Die Wirtschaft in den USA verändert sich gerade. Es wäre schon möglich, ein Rennen dort zu finanzieren, ein paar Jahre lang würde das funktionieren. Aber es würden wohl nicht genug Fans kommen, das Rennen würde sich kaum halten."

Insofern würde Indianapolis als Mekka des US-Motorsports weit bessere Voraussetzungen bieten. Andere Austragungsorte aber konnten "nicht so viel investieren, wie es in Indianapolis schon getan wurde", fuhr Stewart fort. "Nach drei Jahren wäre die Formel 1 raus aus den USA. Ich denke nicht, dass man sich das leisten kann, es ist schließlich der größte Markt. Die Formel 1 muss dort sein."