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Starkes Rennen von MF1 Racing

11. Juni 2006 - 18:29 Uhr

Christijan Albers und Tiago Monteiro belegten zwar nur die Ränge 16 und 17, mussten das Rennen jedoch nur unter sich austragen

Christijan Albers Tiago Monteiro
Zu Beginn konnte sich Tiago Monteiro noch vor Christijan Albers halten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach einem ersten Blick auf das Rennergebnis in Silverstone mag es nicht offensichtlich sein, doch MF1 Racing präsentierte sich beim Heimrennen stärker als in den vorangegangenen Rennen. Christijan Albers erreichte das Ziel nur etwas mehr als 13 Sekunden hinter Christian Klien im Red Bull als 15., Tiago Monteiro lag einen weiteren Rang zurück. Auch bei den schnellsten Runden fanden sich die Fahrer in unmittelbarer Nähe zu Red Bull, Toro Rosso und Honda wieder.

"Ich finde, dass wir eine gute Pace hatten", erklärte Albers. "Unser Auto war ordentlich und wir waren dem Feld näher, lagen nur 13 Sekunden hinter dem Mittelfeld. Ich denke daher, dass wir gute Arbeit geleistet haben, speziell nach dem schlechten Tag, den wir gestern hatten. Sowas steckt man schnell weg, wenn man die Rückschläge aber mit einbezeiht, dann erscheint unsere heutige Leistung noch besser. Wir hatten die Chance, mit Red Bull und anderen Autos zu kämpfen."


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"Der Start war aber schrecklich, alle überholten mich", fuhr er fort. "Ich musste die beiden Autos von Super Aguri in der ersten Runde überholen. Das klappte glücklicherweise, aber es gibt Kurse, da klappt das nicht. Wir müssen also härter daran arbeiten. Tiago hielt mich dann etwas auf, denn es ist schwierig, anderen Autos zu folgen, speziell auf dieser Strecke. Als er seinen Stopp machte, konnte ich vorbeigehen. Ich denke, dass alle im Team gut gearbeitet haben. Wenn wir das an einem gesamten Wochenende schaffen, nicht nur am Sonntag, dann können wir in Montréal konkurrenzfähig sein."

Monteiro musste sich diesmal, trotz des besseren Startplatzes, seinem Teamkollegen geschlagen geben. "Wieder eine Zielankunft, aber eine schwierige", so der Portugiese. "Der Vorteil, den zweiten Qualifyingdurchgang erreicht zu haben, hat uns im Rennen etwas behindert, denn um das zu erreichen, mussten wir alle verfügbaren Reifensätze einsetzen. Für das Rennen hatten wir so keine neuen Reifen mehr, das erklärt auch die Unterschiede in den Rundenzeiten von mir und meinem Teamkollegen. Als wir die Strategie planten, dachten wir nicht, dass das so große Auswirkungen haben würde, aber es stellte sich als großer Nachteil heraus."

"Ich denke, dass unser Auto im Qualifying wirklich toll war, aber über die Renndistanz war die Balance nicht großartig und die Reifen funktionierten nie wirklich", erklärte Monteiro. "Ich kämpfte im gesamten Rennen, aber wir lernen daraus. Wir haben es versucht und verloren, wir werden die Erkenntnisse nutzen. Insgesamt war es aber ein positives Wochenende. Unsere Pace war erstaunlich und das Team machte gute Fortschritte. Daher bin ich zufrieden. Wenn wir langsam gewesen wären, würde ich wohl nicht so denken, aber so bin ich zuversichtlich für die Zukunft."

"Unsere beiden Fahrer haben heute gute Arbeit geleistet und die Autos ins Ziel gebracht", so Teamchef Colin Kolles. "Wir werden schneller, aber wir müssen weiter hart arbeiten, um uns zu verbessern. Wir wissen, welche Gebiete wir dabei angehen müssen, und wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um stärker zu werden."

James Key, Technischer Direktor: "Es war gut, dass beide Autos das Ziel erreichten. Beide Fahrer fuhren ein solides Rennen ohne Probleme. Christijan machte das Pech von gestern wieder gut, auch wenn wir bei einem seiner Stopps ein kleines Problem hatten. Es war gut, dass wir konkurrenzfähige Zeiten fahren konnten. Zum Ende des Rennens konnten wir sogar wieder auf die Autos vor uns aufholen - wir lagen nur 13 Sekunden hinter einem Red Bull. Auch von den Rundenzeiten her waren wir gegen Rennende schneller unterwegs als einige Konkurrenten. Wenn wir unsere Starts verbessern, dann können wir auch mit ihnen kämpfen. Wir waren im Rennen heute dabei und fuhren nicht allein. Das war gut."