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Speed ist die Bedeutung der Formel 1 in den USA egal

27. Juni 2006 - 22:03 Uhr

Scott Speed freut sich zwar auf seinen ersten Heim-Grand-Prix, die Bedeutung der Formel 1 in den USA kümmert ihn aber herzlich wenig

Scott Speed
Speed posiert für ein Foto am "Brickyard" des 'Indianapolis Motor Speedway'
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Im Vorjahr durfte Scott Speed in Montréal und Indianapolis für Red Bull Racing als dritter Fahrer die Freitagstrainings bestreiten, doch am kommenden Wochenende wird er erstmals als Rennfahrer an einem Heim-Grand-Prix teilnehmen. Darauf freut er sich zwar einerseits sehr, andererseits kann er mit seiner Rolle als amerikanisches Aushängeschild noch herzlich wenig anfangen.

Der Scuderia-Toro-Rosso-Pilot ist die personifizierte Hoffnung der Formel 1 auf mehr Interesse in den USA, zumal er mit seinem Namen für jede Titelseite der Motorsportfachpresse prädestiniert ist. Dennoch interessieren sich die Amerikaner momentan noch wesentlich mehr für NASCAR, Indy Racing League, ChampCar und Co. - und solange Speed in Europa keine Rennen gewinnt, wird sich daran wahrscheinlich auch nichts ändern.

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Bedeutung der Formel 1 ist Speed egal

Seiner Aufgabe als Botschafter für den Sport ist sich der 23-jährige Grünschnabel aus Kalifornien ohnehin keineswegs bewusst: "Mich kümmert es ehrlich gesagt nicht, ob die Formel 1 in Amerika groß wird oder nicht", sagte er wenige Tage vor dem Grand Prix der USA - also zum ungünstigsten Zeitpunkt, schließlich hat die Königsklasse des Motorsports in seiner Heimat nach dem Reifenfiasko von 2005 einiges gutzumachen.

Persönlich freut er sich aber schon sehr auf das kommende Wochenende: "Schon in Montréal war die Unterstützung für mich intensiver als normal, daher ist es eine tolle Sache, auf dieser Seite des Atlantiks zu sein. Indianapolis ist für mich das Höchste, daher kann ich es kaum noch erwarten. Ich rechne mit großem Support durch meine Landsleute und ich hoffe, dass wir schnell sein werden, damit ich ihnen etwas zeigen kann", teilte der Wahlösterreicher mit.

Topspeed der Scuderia Toro Rosso besser als erwartet

Scott Speed
Die Topspeeds der Scuderia Toro Rosso in Montréal waren äußerst ermutigend
© xpb.cc

Prinzipiell rechnet er sich auch durchaus Chancen auf ein respektables Resultat aus, schließlich ist in Indianapolis der Topspeed entscheidend - und trotz des eher schwachbrüstig eingeschätzten Cosworth-V10-Aggregats war Speed im Qualifying in Montréal der drittschnellste Pilot beim Messpunkt vor der letzten Schikane. Allerdings war dieser Wert wegen eines Windschattens wohl leicht verfälscht, wie er selbst im Nachhinein zugeben musste.

Dennoch: "In Indianapolis werden die Flügel im Laufe des Wochenendes immer flacher eingestellt, nach Kanada mache ich mir deswegen aber überhaupt keine Sorgen mehr. Ich dachte, dass wir weniger Leistung als die anderen haben, aber wir waren ja gut dabei, wie man sehen konnte", so der Scuderia-Toro-Rosso-Youngster, der nach Platz zehn in Montréal in seiner Heimat mit ein bisschen Glück sogar den ersten WM-Punkt einfahren möchte.