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Speed: "Die Formel 1 ist die Spitze unseres Sports"

29. Juni 2006 - 19:39 Uhr

Scott Speed bestreitet am Wochenende seinen ersten Heim-Grand-Prix - der Pilot der Scuderia Toro Rosso möchte die Formel 1 in den USA populärer machen

Scott Speed
Scott Speed hofft auf ein erneut starkes Rennen in Indianapolis
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 stieß in den vergangenen Jahren in den USA auf recht wenig Resonanz, obwohl bereits vor einigen Jahren mit dem Rennen in Indianapolis wieder ein Grand Prix der USA in den Formel-1-Kalender aufgenommen wurde. In dieser Saison ist nun mit Scott Speed seit langer Zeit auch wieder ein amerikanischer Pilot mit von der Partie, ob dies das Interesse des amerikanischen Publikums ankurbeln wird können, muss sich jedoch erst noch herausstellen.

Von der Unterstützung durch seine Fans jedenfalls ist Speed bislang begeistert: "Es ist fantastisch, ich bekomme hier eine Menge Unterstützung", erklärte der US-Boy. "Das ist natürlich ein großartiges Gefühl", schwärmte er vor seinem ersten Heimrennen in der Formel 1. Die vielen Fans führen jedoch trotz aller Freude oftmals auch zu einem zusätzlichen Erwartungsdruck, mit dem die Piloten dann zunächst zurechtkommen müssen. Doch diesbezüglich hat der 23-Jährige keine Bedenken: "Ich fühle keinen zusätzlichen Druck."


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Keine Bedenken bezüglich des V10-Motors

"Die Formel 1 mit Champ Car oder NASCAR zu vergleichen, das wäre wie eine Boeing 737 gegen einen Kampfjet."
Scott Speed

"Ich denke, dass ich mir den üblichen Druck an jedem Rennwochenende sowieso selbst mache", wischte er derartige Bedenken vom Tisch. Vielmehr hat er sich vorgenommen, seinen Landsleuten die Königsklasse des Motorsports näher zu bringen, die in den USA im Schatten von Champ-Cars und NASCAR steht: "Die Formel die Spitze unseres Sports. Die Formel 1 mit Champ Car oder NASCAR zu vergleichen, das wäre wie eine Boeing 737 gegen einen Kampfjet", zeichnete Speed daher einen bildhaften Vergleich.

Zunächst möchte er seine Landsleute mit einer starken Fahrt im Rennen in Indianapolis an diesem Wochenende begeistern, doch der Scuderia-Toro-Rosso-Pilot ist sich bewusst, dass dies gerade in seiner Heimat schwer werden könnte: Die Boliden der Scuderia Toro Rosso könnten vor allem auf der langen Vollgaspassage, bei der die Piloten für mehr als 20 Sekunden das Gaspedal durchdrücken, Nachteile aufgrund des limitierten V10-Motors haben: "Das wird sicherlich ein hartes Wochenende für uns, wegen unseres Motors auf der langen Geraden", befürchtete Speed.

Allerdings rechnete das Team bereits vor einer Woche in Montréal mit einem ähnlichen Szenario, dennoch konnte Speed im Grand Prix von Kanada unter die besten Zehn fahren: "Wir kommen nach einem starken Rennen in Montréal hierher, daher denke ich, dass wir auf jeden Fall auf ein Ergebnis in den Top Ten hoffen können", kündigte Speed deshalb abschließend selbstbewusst an.