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Scuderia Toro Rosso hadert mit mangelnder Leistung

09. Juni 2006 - 18:44 Uhr

Vitantonio Liuzzi (22.) hofft auf eine gute Pace im Rennen, während Scott Speed (24.) mit einem schwierigen Wochenende rechnet - volles Programm für Neel Jani

Vitantonio Liuzzi
Vitantonio Liuzzi war heute noch der schnellste Toro-Rosso-Pilot
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für die Scuderia Toro Rosso bestätigte sich in den heutigen Freien Trainings, was bereits im Vorfeld vermutet worden war: Der gedrosselte V10-Motor des italienischen Teams, der in den engen Straßen Monacos vor zwei Wochen noch eine gute Leistung ermöglicht hatte, ist auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Silverstone unterlegen.

Die beiden Stammpiloten des Teams, Vitantonio Liuzzi und Scott Speed, gingen heute in der ersten Session jeweils nur für eine Installationsrunde auf die Strecke, in der zweiten Trainingseinheit war dann Liuzzi auf Rang 22 mit einem Rückstand von 2,930 Sekunden auf die Spitze noch der schnellste Pilot des Teams. Speed, der sich überdies in der zweiten Session einen Dreher leistete, landete mit einem Rückstand von 3,085 Sekunden zwei Plätze dahinter, Testpilot Neel Jani landete mit einer weiteren halben Sekunde Abstand auf Rang 26.

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Handling des Autos ist noch nicht optimal

"Wir haben auf den Geraden einfach nicht die nötige Power."
Scott Speed

Liuzzi zeigte sich im Anschluss dennoch zufrieden: "Es war ein recht guter Tag, aber wir haben für das morgige Qualifying noch immer einige Arbeit in Bezug auf das Handling des Autos zu verrichten, denn auf neuen Reifen schienen wir Schwierigkeiten zu haben. Aber unsere Renngeschwindigkeit ist nicht allzu schlecht, außerdem haben wir noch morgen Vormittag, wo wir uns verbessern können."

Teamkollege Speed haderte dagegen mit der fehlenden Leistung auf den langen Geraden: "Von dem was wir heute gesehen haben, wenn man sich die Zeiten anschaut, dann ist offensichtlich, dass wir an diesem Wochenende ein wenig Schwierigkeiten haben werden. Das Auto funktioniert gut, es hat eine gute Balance, aber wir haben auf den Geraden einfach nicht die nötige Power", beklagte der US-Amerikaner.

Keine Probleme aufgrund der höheren Temperaturen

"Obwohl es wesentlich heißer ist, als wir das erwartet hatten, haben wir bezüglich der Reifen keine Probleme", konnte Speed immerhin auf diesem Gebiet Entwarnung geben. Wie es zu seinem Dreher kam, wusste er indes selbst nicht genau: "Aus irgendeinem Grund hatte ich große Probleme mit der Stabilität der hinteren Bremsen. Ich habe gebremst, und plötzlich ging es ab in die falsche Richtung. Wir müssen unsere Stabilität im Heckbereich also noch ein bisschen verbessern", schloss er seine Ausführungen.

"Wir schienen eine gute Pace zu haben, sogar auf alten Reifen."
Neel Jani

Für Freitagstester Jani ist das Silverstone-Wochenende eine ganz besondere Herausforderung. Der junge Schweizer bestritt nicht nur die heutigen Freien Trainings für die Scuderia Toro Rosso, sondern tritt auch in der GP2-Serie an: "Das ist ein sehr spezielles Wochenende für mich, da ich sowohl in der Formel 1 als auch in der GP2 starte", erklärte er.

Mit seiner heutigen Arbeit war Jani jedenfalls zunächst zufrieden: "In der Session am Morgen lief alles glatt und wir schienen eine gute Pace zu haben, sogar auf alten Reifen. Am Nachmittag habe ich dann einen Long Run absolviert, und an einer Stelle bin ich kurz ins Kiesbett gerutscht. Dennoch konnten wir unseren Reifenvergleich komplettieren und einige wertvolle Daten sammeln."