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Sato nimmt den Kampf mit MF1 Racing auf
In Montréal konnte Takuma Sato erstmals ein gegnerisches Auto herausfordern, weshalb er nun zuversichtlich in die nächsten Rennen geht
(Motorsport-Total.com) - Super Aguri nimmt in der laufenden Saison bislang die freigewordene Rolle des ehemaligen Minardi-Teams ein, hat ein fragwürdiges Abonnement auf die beiden letzten Plätze in der Formel 1. Allerdings machen sich langsam minimale Fortschritte bemerkbar, die Takuma Sato seit dem Grand Prix von Kanada zuversichtlich stimmen.
"Wir brachten einen Low-Downforce-Frontflügel hierher und wollten diesen am Freitagmorgen validieren, aber es war ziemlich kühl, also hatten wir Schwierigkeiten mit dem Setup", berichtete er. "Am Nachmittag wurde es wärmer - und schon lief es besser. Meine Zeit mit neuen Reifen war recht respektabel, aber wir hatten weiterhin fundamentale Probleme mit der Bremsstabilität und einen Mangel an Traktion. Gerade diese Dinge sind auf dieser Strecke aber entscheidend."

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Abstand zu MF1 Racing beträgt etwa eine Sekunde
In Zahlen ausgedrückt las sich der Freitag des Japaners in Montréal so: In der ersten Session am Vormittag drehte er 20 Runden, die schnellste davon in 1:21.891 Minuten. Damit fehlten ihm 0,1 Sekunden auf seinen Teamkollegen Franck Montagny, mehr als eine Sekunde auf die beiden MF1-Racing-Piloten und 5,5 Sekunden auf die Spitze. Am Nachmittag verkürzte er seinen Rückstand auf die Bestzeit auf 2,6 Sekunden, auf die beste MF1-Racing-Zeit fehlte aber wieder etwa eine Sekunde.
Beim Restart des Rennens nach der Rosberg/Montoya-Kollision konnte er dann kurz aufhorchen lassen: "Ich erwischte einen guten Ausgang aus der letzten Kurve und hätte beinahe Ralf Schumacher überholt. Leider ging dann aber David Coulthard in der zweiten Schikane an mir vorbei. Er rutschte herum und schob mir den Frontflügel herunter. Daraufhin musste ich an die Box kommen, was natürlich schade war", seufzte der Japaner.
Als er wieder auf die Strecke zurückgehen konnte, musste er ständig für die überrundenden Spitzenfahrer Platz machen, was ihn weiter aus dem Rhythmus brachte. Anschließend fand er jedoch immer besser ins Rennen, und weil auch Tiago Monteiro gewisse Schwierigkeiten hatte, sah er sich plötzlich in einen mehr oder weniger direkten Zweikampf mit dem MF1-Racing-Portugiesen verstrickt. Allerdings sollte dieser durch äußere Einflüsse entschieden werden.
Volle Attacke resultierte in einem Unfall
"Ich musste voll pushen, denn wir waren auf einer anderen Strategie als er. Ich hätte ihn nur mit vollem Angriff besiegen können. Es war sehr ermutigend, gegen sie zu racen, aber der zweite Restart misslang mir: Ich musste die schnelleren Autos durchlassen und wurde innerhalb von nur einer Runde von Tiago eingeholt. Dann waren die Bedingungen so rutschig und schwierig, dass ich am Ende noch von der Strecke abkam", fügte er an.
Dennoch nimmt er das Positive aus dem Kanada-Wochenende mit: "Es war natürlich enttäuschend, nicht ins Ziel gekommen zu sein, aber wenigstens hatte ich mal einen guten Kampf. Das war das erste Mal, dass wir am Ende eines Rennens als Super Aguri gegen ein anderes Fahrzeug fighten konnten - und da habe ich natürlich alles riskiert. Umso mehr freue ich mich jetzt auf Indy", sagte Sato, der in den USA 2004 sogar schon auf dem Podium stand.











