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Rosberg entschuldigt sich für Beleidigung Schumachers

02. Juni 2006 - 01:11 Uhr

Keke Rosberg sieht den Qualifying-Skandal von Monaco zwar noch immer gleich, bedauert aber seine deftige Wortwahl in Bezug auf Michael Schumacher

Keke Rosberg
Keke Rosberg hat am Samstag in Monaco im ersten Zorn deutlich überreagiert
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der Affäre um Michael Schumachers laut FIA absichtliches Parken in der Rascasse-Kurve am vergangenen Samstag in Monaco trat zunächst einmal fast das komplette Fahrerlager verbal auf den siebenfachen Weltmeister ein. Am unverschämtesten unter die Gürtellinie boxte dabei Keke Rosberg, Vater von Williams-Pilot Nico Rosberg und Formel-1-Weltmeister von 1982.

Der Finne bezeichnete Schumacher öffentlich als "Drecksack" und forderte ihn zum Rücktritt auf: "Er soll mit der Formel 1 aufhören, denn er schadet unserem Sport", so Rosberg am Samstag. "Das ist der unsportlichste Tag, den ich jemals in der Formel 1 erlebt habe!" An dieser Meinung habe sich zwar prinzipiell seither nichts geändert, jedoch entschuldigte er sich nun immerhin für seine unangebrachten Verbalentgleisungen.

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"Die Wortwahl war nicht die beste gewesen", erklärte Rosberg der 'Bild'-Zeitung, in der er sein Verhalten als "typischen skandinavischen Vulkanausbruch" rechtfertigte. Aber: "Michael darf unseren Sport nicht in den Dreck ziehen. Er hat einen Fehler gemacht und ihn hinterher geleugnet. Das - und nur das - hat mich so geärgert. Wenn ein Hochspringer die Latte reißt, kann er auch nicht sagen, dass die Latte noch liegt."

Der 57-Jährige betonte, dass er Schumacher "nicht schlecht reden" wolle, er aber im ersten Moment aus dem Bauch heraus seine Meinung gesagt habe. Sauer stießen ihm jedoch die zum Teil fadenscheinigen Erklärungen aus dem Ferrari-Lager auf: "Er hat uns als Deppen hingestellt", so Rosberg in Richtung Schumacher. "Ich war Weltmeister, bin Experte in diesem Sport - und wenn ich sage, dass es ein Foul war, dann war es eins!"