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Ralf Schumacher weist Villeneuve-Kritik zurück

27. Juni 2006 - 18:42 Uhr

Ralf Schumacher fühlt sich nicht verantwortlich für den Unfall von Jacques Villeneuve in Montréal und weist entsprechende Aussagen entschieden zurück

Ralf Schumacher
Ist sich wegen Jacques Villeneuves Crash keiner Schuld bewusst: Ralf Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In der 58. Runde zum Grand Prix von Kanada ging ein Aufschrei durch die Zuschauer: Lokalmatador Jacques Villeneuve, bis dahin stark unterwegs, kam beim Überrunden von Ralf Schumacher in einer Rechtskurve leicht auf den Dreck, verlor seinen BMW Sauber F1.06 außer Kontrolle und krachte anschließend heftig gegen die begrenzende Betonmauer.

Im Anschluss an das Rennen sah der Ex-Weltmeister den Zwischenfall folgendermaßen: "Ralf fuhr einige Runden sehr langsam, er hatte wohl ein Problem mit seinem Auto. Er wollte mich in einer Kurve vorbeilassen. Er ging vom Gas, und um ihn nicht zu treffen, musste ich einen weiten Bogen fahren und kam auf den Dreck und Gummi. Es war wie auf Eis", ließ er via Pressemitteilung des Teams auf offiziellem Weg ausrichten.

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Tatsächlich kann man dem Toyota-Piloten freilich keine Schuld an dem Zwischenfall geben, schließlich wich Schumacher brav aus, um die saubere Ideallinie auf der Geraden freizumachen. Villeneuve war noch nicht einmal ansatzweise neben ihm, als er sich gen Mauer verabschiedete. Fairerweise muss man freilich anmerken, dass seine Kritik in Richtung Schumacher äußerst moderat ausfiel - aber es liegt in der Natur eines jeden Rennfahrers, niemals selbst schuld zu sein.

Der Beschuldigte wiederum wies die Kritik entschieden zurück: "Ich war innen mit meinen Rädern schon auf dem Dreck. Da kann man wohl nicht sagen, dass ich etwas mit Jacques' Unfall zu tun hatte", wird der 30-Jährige von 'SpeedTV.com' zitiert. "Ich glaube, dass er einfach die Kontrolle verloren hat - und das ist nicht mein Problem." Die Rennleitung sah es genauso und machte sich nicht einmal die Mühe einer Untersuchung.