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Newey glaubt nicht an Zusammenarbeit mit Schumacher

07. Juni 2006 - 14:32 Uhr

Red-Bull-Konstrukteur Adrian Newey wollte zwar immer einmal mit Michael Schumacher arbeiten, glaubt aber nicht, dass es dazu noch kommen wird

Adrian Newey
Adrian Newey gilt unverändert als einer der besten Konstrukteure der Formel 1
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Adrian Newey gilt als einer der besten und auch bestbezahlten Konstrukteure der Formel 1 - und immer wieder träumen manche im Fahrerlager von einer Zusammenarbeit des Briten mit Michael Schumacher bei Ferrari. Nach heutigem Stand der Dinge wird es dazu aber wohl eher nicht mehr kommen.

Auch Newey selbst kann sich eine solche Konstellation kaum vorstellen: "Ich habe 1995 mal an einen Wechsel nach Italien gedacht", erklärte er im Interview mit der Fachzeitschrift 'Motorsport aktuell', "aber heute glaube ich, dass Red Bull mein letztes Team im Grand-Prix-Sport bleiben wird. Mein Vertrag umfasst drei Jahre, aber ich möchte eigentlich ein ganzes Stück länger hier bleiben, bevor ich eines Tages meine Rennsportkarriere ausklingen lasse."

Newey/Schumacher wäre ein absolutes Traumteam

Der Brite arbeitete bei Williams und McLaren unter anderem mit Superstars wie Alain Prost, Ayrton Senna und Mika Häkkinen zusammen, kam aber nie in den Genuss, Schumacher in einem seiner Autos fahren zu sehen. Stattdessen stellten sich die Medien oftmals die Frage, wer für den Erfolg eines Teams wichtiger ist: Newey mit seinen genialen Designs oder Schumacher, der fahrerisch nach Ansicht der meisten Experten über allen anderen steht?

Newey findet es "sehr schade", dass Schumacher nie für eines seiner Teams an den Start ging, "und ich sehe momentan wenig Chancen, dass das noch passieren wird. Michael ist ohne jeden Zweifel ein herausragender Fahrer, und obschon ich das Glück hatte, mit einigen überdurchschnittlichen Piloten zu arbeiten, wäre es großartig gewesen, mit 'Schumi' zu arbeiten", gab die personifizierte Red-Bull-Hoffnung zu Protokoll.

2007 noch kein Topfahrer bei Red Bull Racing?

"Wir als Rennstall sind noch nicht attraktiv genug, um einen Spitzenfahrer in der Klasse von Räikkönen anzuziehen."
Adrian Newey

Übrigens hat er auch die Hoffnung aufgegeben, dass schon 2007 einer der aktuellen Topfahrer der Formel 1 mit seinem Auto um Siege kämpfen wird: "Wir als Rennstall sind noch nicht attraktiv genug, um einen Spitzenfahrer in der Klasse von Räikkönen anzuziehen", wischte er Gerüchte vom Tisch, wonach der Finne 2007 seinem Ruf von Woking nach Milton Keynes folgen könnte. Allerdings glaubt Newey, dass Räikkönen den Schlüssel zum Transfermarkt in der Hand hält.

Doch auch wenn die Erfolge auf der Rennstrecke momentan fehlen, fühlt er sich bei Red Bull pudelwohl, zumal er nun wieder direkter am Auto arbeiten kann als bisher. Außerdem gibt es in Milton Keynes "weniger Sitzungen" als früher bei den "Silberpfeilen": "Ich strebe danach, das auch so zu belassen", betonte Newey. "Was wir ganz sicher nicht werden wollen, ist ein Team von professionellen Sitzungsteilnehmern..."

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