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Michelin für alle Wetterbedingungen gut gerüstet

06. Juni 2006 - 17:56 Uhr

Michelin sieht sich auf das unvorhersagbare britische Wetter und die übrigen Herausforderungen der Strecke von Silverstone gut vorbereitet

Michelin-Reifen
Michelin sieht sich für den anstehenden Grand Prix gut vorbereitet
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Michelin in Monaco das komplette Podium für sich beanspruchen konnte, strebt der französische Reifenhersteller am kommenden Wochenende im Grand Prix von Großbritannien Formel-1-Sieg Nummer 99 an. Im vergangenen Jahr konnten die Franzosen in Silverstone, wo das Unternehmen 1977 sein erstes Formel-1-Rennen bestritt, durch McLaren-Mercedes-Pilot Juan-Pablo Montoya den Sieg für sich verbuchen.

"Die anspruchsvollen Kurven Silverstones bedeuten sowohl für die Autos wie auch für die Reifen beträchtliche Belastungen", erklärt Formel-1-Projektleiter Nick Shorrock die Herausforderungen des Kurses in Northampton. "Die Strecke erfordert ein mittleres aerodynamisches Setup, und ein Formel-1-Chassis muss sehr agil sein, um mit den schnellen Richtungswechseln klar zu kommen, aber dennoch stabil genug, um die langsameren Abschnitte der Strecke zu meistern. Der letzte Teil der Runde erfordert außerdem zusätzlich gute Traktion", erläutert er den nötigen Kompromiss.

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Harte Reifenmischungen

"Die Streckenoberfläche ist relativ porös und daher sehr verschleißend für die Reifen."
Nick Shorrock

Die Streckenoberfläche bringt aufgrund ihrer rauen Beschaffenheit für die Reifen zusätzliche Belastungen mit sich: "Die Streckenoberfläche ist relativ porös und daher sehr verschleißend für die Reifen. Daher tendieren wir dazu, einige der härtesten verfügbaren Mischungen zu verwenden, die während der gesamten Saison zum Einsatz kommen. Die Autos erreichen sehr hohe Geschwindigkeiten und werden von signifikanten vertikalen und lateralen Kräften beansprucht, daher ist ein gut ausbalancierter Reifen unabdingbar."

Zur Vorbereitung waren die Michelin-Teams in der vergangenen Woche in Barcelona unterwegs - einer ebenfalls sehr schnellen Strecke, die von der Beschaffenheit her Silverstone recht nahe kommt. Zusätzlich wurde bereits bei den Tests in Silverstone im April an den Reifen für den Grand Prix von Großbritannien gefeilt.

Ausgiebige Testfahrten

"Wie immer in Silverstone gibt es Zweifel bezüglich des Wetters."
Nick Shorrock

"Um die Reifen für dieses Rennen vorzubereiten, haben wir zusammen mit unseren Partnern bei den jüngsten Testfahrten in Silverstone und Barcelona eine Menge Arbeit verrichtet", erklärt Shorrock. "Einige neue Produkte wurden getestet, um den besten Kompromiss zwischen Pace in der ersten Runde und der Konstanz über eine volle Renndistanz zu finden", fährt er fort.

Dabei könnten in Silverstone aufgrund des viel zitierten britischen Wetters auch Regenreifen zum Einsatz kommen: "Wie immer in Silverstone gibt es Zweifel bezüglich des Wetters, und wir könnten durchaus die Möglichkeit bekommen, die Performance unserer neuesten Schlechtwetter-Reifen zu demonstrieren", gibt sich Shorrock zuversichtlich, dass man auch unter schlechten Bedingungen konkurrenzfähig sein wird.