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MF1 Racing hofft auf Besserung

29. Juni 2006 - 12:02 Uhr

Nach der Enttäuschung in Montréal hoffen Tiago Monteiro und Christijan Albers auf ein erfolgreicheres Rennen auf dem 'Indianapolis Motor Speedway'

Tiago Monteiro
Tiago Monteiro erinnert sich gern das Indy-Rennen 2005 zurück
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach den Rennen in Monte Carlo und Silverstone, als es für die Mannen von MF1 Racing einen klaren Aufwärtstrend zu verzeichnen gab, hoffte man im Team auf weitere Verbesserungen. Der Kanada-Grand-Prix war jedoch nicht nur ein Rückfall in die Zeiten, in denen man keine Chance hatte, den ersten Qualifyingdurchgang zu überstehen, Tiago Monteiro und Christijan Albers schickten sich sogar gegenseitig von der Strecke. In Indianapolis soll nun alles wieder besser werden.

"Für mich ist das ein sehr spezieller Ort", so Tiago Monteiro, der im Vorjahr beim Skandalrennen Dritter wurde. "Ich fuhr hier nach einem sehr seltsamen Rennen meinen ersten Podestplatz in der Formel 1 ein, aber das schmälert nicht den Stolz in meinem Team für das, was erreicht wurde. Ich habe Indy immer geliebt, denn dort war auch mein ChampCar-Team beheimatet, als ich 2003 in dieser Serie fuhr. Ich habe dort also auch Freunde."

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"Diese Strecke hat so viel Geschichte und es ist auch schön, hier zu fahren. Das Infield ist sehr technisch und dann gibt es diese lange und unglaublich schnelle Gerade. Ich habe es in der Vergangenheit genossen, hier zu fahren. Ich freue mich darauf, es wieder zu tun."

Teamkollege Christijan Albers hofft zumindest auf ein besseres Rennen als in Montréal. "Ich hoffe, wir können besser abschneiden als in Kanada", erklärte er. "Das war ein wirklich enttäuschendes Wochenende, denn wir konnten aus dem Auto nicht das Maximum herausholen. Der Zwischenfall mit Tiago war einfach unglücklich."

"Das heißt aber auch, dass es auf dem 'Brickyard' nur besser laufen kann. Hoffentlich können wir das richtige Setup finden, damit es im Qualifying gut läuft. Die Jungs im Windkanal arbeiten hart an einigen Verbesserungen des Autos. Hoffentlich stehen diese schon für den US-Grand-Prix bereit."

Im dritten Midland-Boliden wird wieder Giorgio Mondini Platz nehmen. "Ich werde zum ersten Mal in Indy fahren, ich bin daher sehr aufgeregt, hier zu sein"; erklärte der Schweizer. "Ich freue mich auf die Geschwindigkeiten, die wir in der überhöhten Kurve und auf der Geraden erreichen werden, auch wenn das Auto auf dem technischeren Infield in seinem Element sein wird. Das Team erreichte im Vorjahr unter sehr seltsamen Umständen ein wunderbares Ergebnis, aber ich denke, dass wir auch bei einem vollen Starterfeld einiges zeigen können."

"Ich gehe von einem Rennen ohne Zwischenfälle aus, in dem wir unser wahres Potenzial zeigen können", so Teamchef Colin Kolles unter Bezugnahme auf die teaminterne Kollision in Montréal. "Für uns wird das ein weiterer herausfordernder Kurs sein, da Indianapolis die Endgeschwindigkeit betont und genau das ist im Moment unser größtes Problem. Aber wir werden wie immer unser Bestes geben, um so konkurrenzfähig wie möglich zu sein und Gelegenheit ausnutzen zu können."

"Der Kurs in Indy hat zwei gegensätzliche Haupteigenschaften, den Ovalteil und den Straßenkurs im Infield", erklärte Chefingenieur Dominic Harlow. "Eine Anforderung ist die lange Vollgaspassage mit zwei überhöhten Kurven, die mit Vollgas zu durchfahren sind. Der andere Teil ist eher langsam, die schnellsten Kurven werden mit deutlich unter 200 km/h durchfahren."

Dies erfordert auch einige spezielle Anpassungen. "Die Autos werden mit ähnlichen Flügeleinstellungen fahren wie in Kanada, und das Setup ist ein Kompromiss, um mit den hohen Fliehkräften in den überhöhten Kurven zurechtzukommen. Dieser Kurs ist ein Test für das Chassis, Motor und Reifen. Aber zusammen mit unseren Partnern Toyota und Bridgestone freuen wir uns darauf, uns durch diese Herausforderungen zu arbeiten."