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Honda: Modifizierte Aerodynamik, viele Probleme

15. Juni 2006 - 21:01 Uhr

Jenson Button zeigte am letzten Tag mit Bestzeit das Honda-Potenzial auf schnellen Strecken auf, allerdings gab es auch einige technische Probleme

Jenson Button
Honda blieb auch beim Monza-Test nicht vor technischen Problemen verschont
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach einigen schwierigen Rennen und vor allem der enttäuschenden Heimniederlage in Silverstone am vergangenen Wochenende gab Jenson Button heute bei den Testfahrten in Monza endlich wieder ein Lebenszeichen von sich: Der Brite erzielte in 1:22.911 Minuten nach stattlichen 135 Runden die beste Zeit aller drei Tage.

Dies ist insofern ermutigend, als in Monza die Vorbereitungen auf die schnellen Grands Prix in Montréal und Indianapolis im Vordergrund standen, wo Hondas RA106 angesichts der heutigen Erkenntnisse wieder konkurrenzfähiger sein könnte als zuletzt. Dafür mitverantwortlich sind auch die neuen Aerodynamikteile, die Konstrukteur Geoff Willis frisch aus dem eben erst in Betrieb genommenen Windkanal lieferte - allen voran ein in der Mitte nach oben gewölbter Heckflügel.

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An jedem Testtag ein gravierender Defekt

"Es war ein guter Test."
Jenson Button

Allerdings traten auch einige technische Probleme auf: Am Dienstagvormittag erlitt Testfahrer Anthony Davidson einen Motorschaden, gestern erlitt Button den gleichen Defekt und heute kam Rubens Barrichello (5./+ 0,967/88 Runden) einmal ohne Auto an die Box zurück, weil ihn der Antriebsstrang im Stich ließ - und das alles nur wenige Tage nach Silverstone, wo Button mit einem spektakulär aussehenden Ölleck ausgeschieden war.

Trotzdem: "Es war ein guter Test", bilanzierte "JB", "und ich konnte an zwei Tagen mehr als 250 Runden zurücklegen, was sich sehen lassen kann. Das Aerodynamikpaket für Montréal funktionierte recht gut und die Resultate des Reifentestprogramms waren ziemlich eindeutig. Außerdem arbeiteten wir uns mit guten Ergebnissen durch einige weitere Entwicklungskomponenten, wenngleich es schade ist, dass wir gestern einen Motorschaden hatten. Alles in allem war die Woche aber gut."

Barrichello mit der Balance recht zufrieden

"Ich hatte heute viel zu erledigen, aber wir bekamen alles einigermaßen gebacken."
Rubens Barrichello

Auch Barrichello zeigte sich zufrieden: "Ich hatte heute viel zu erledigen, aber wir bekamen alles einigermaßen gebacken", so der Brasilianer. "Ich war ziemlich happy mit der Balance des Autos und auch mit meiner Rundenzeit. Schwer zu sagen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen, denn alle waren mit verschiedenen Flügeleinstellungen für Kanada unterwegs, aber ich denke, wir konnten gute Arbeit für das nächste Rennen erledigen."

Von einer "produktiven" Woche sprach Chefingenieur Mark Ellis: "Wir legten viele Runden mit guter Zuverlässigkeit zurück und kamen in Sachen Aerodynamik und Setup solide voran, arbeiteten an Lösungen für die mittleren Abtriebsstrecken in Montréal und Indianapolis. Wir komplettierten außerdem ein komplettes Reifenprogramm mit Michelin und sind zufrieden mit den vorgeschlagenen Lösungen für den US-Grand-Prix in gut zwei Wochen", sagte er.

Shuhei Nakamoto, der als einer der Masterminds der Motorenabteilung von Honda bei allen Rennen und Tests vor Ort ist, zog ebenfalls ein halbwegs zufriedenes Fazit nach den drei Tagen in Italien: "Wir konzentrierten uns hauptsächlich auf Zuverlässigkeitsarbeiten für die nächsten Rennen, die unsere Triebwerke ja ganz besonders beanspruchen werden", gab der Japaner gewohnt kurz und knapp zu Protokoll.

Davidson und Rossiter heute nicht mehr im Einsatz

"Das Auto fühlte sich mit den flachen Flügeleinstellungen für Monza gut an."
Anthony Davidson

Davidson war heute nicht mehr im Einsatz, zeigte sich aber "zufrieden mit meinen mehr als 1.400 Kilometern an zwei Tagen. Das Auto fühlte sich mit den flachen Flügeleinstellungen für Monza gut an, und dann wechselten wir auf ein Montréal-Setup. Ich fand eine brauchbare Balance. Wir bekamen eine Menge wichtiger Dinge für die nächsten zwei Rennen erledigt. Ich denke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen", teilte er mit.

James Rossiter fuhr nur am Dienstag: "Wir hatten eine gute Zuverlässigkeit, also konnte ich mein volles Programm im Hinblick auf Kanada absolvieren", erklärte der junge Brite. "Außerdem erledigte ich viel wichtige Reifenarbeit für das Rennen in Indianapolis, und damit legte ich eine gute Basis für die Rennfahrer, die erst später in den Test einstiegen. Insgesamt waren es für mich solide 114 Runden mit brauchbaren Resultaten."