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Ferrari wittert die große Chance

30. Juni 2006 - 23:21 Uhr

Ferrari zeigte sich nach dem Trainingsfreitag in Indianapolis fast euphorisch - der Ferrari 248 F1 liegt bisher ausgezeichnet

Michael Schumacher
Michael Schumacher freute sich über sein Auto und die deutsche Elf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Große Preis der USA in Indianapolis soll und muss eine Wende für Ferrari bringen. Bisher verlor man Rennen für Rennen weiteren Boden auf Renault, doch in Indianapolis präsentierten sich die "Roten" schon am Freitag so stark, dass Michael Schumacher (Sechster) und Felipe Massa (Vierter) einträchtig von einem "guten Training" sprachen.

"Ich bin zufrieden mit dem, was wir auf der Strecke gesehen haben", so Schumacher. "Die Situation sieht gut aus, wir können den Rest des Wochenendes daher zuversichtlich angehen. Ich muss sagen, dass ich mehr Probleme hatte, das Viertelfinalspiel im Fernsehen zu verfolgen, als im Cockpit meines Ferraris. Am Morgen drehte ich mich von der Strecke, vielleicht dachte ich noch zu sehr an das Grün auf dem Fußballplatz. Ich freue mich, dass Deutschland Argentinien besiegt hat. Es ist ein tolles Ergebnis. Nun hoffe ich, dass Italien ebenso gewinnt, dann können wir uns alle darauf konzentrieren, dass wir am Sonntag gewinnen."

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Auch Felipe Massa zeigte sich zuversichtlich. "Das war ein guter Tag", so der Brasilianer. "Das Auto und die Bridgestone-Reifen funktionierten sehr gut. Wir müssen die Daten nun sorgfältig studieren, aber ich kann sagen, dass es das beste Auto war, dass wir seit längerer Zeit an einem Grand-Prix-Wochenende hatten. Ich habe viel an der Konstanz der Reifen gearbeitet und fuhr einige Longruns mit ermutigenden Ergebnissen. Ich bin vor morgen und dem Rennen am Sonntag zuversichtlich."

"Wir sind froh, wieder in Indianapolis zu sein", so Rennleiter Jean Todt. "Es war schön zu sehen, wie herzlich Ferrari willkommen war. Dieses Land ist der größte Markt für uns, es gibt eine Legende auch ohne die Formel 1, die in anderen Ländern so wichtig ist. Ansonsten war es ein Routine-Freitag, wir haben uns auf das Setup und die Reifen konzentriert. Der Freitag ist immer zu früh für Vorhersagen. Aber die Reifen sind hier noch wichtiger als anderswo, es liegt nun an unseren Ingenieuren und unseren Freunden von Bridgestone, bei der Analyse der Daten gute Arbeit zu leisten."

"Ein nützlicher Tag", resümierte Technikchef Ross Brawn. "Wir konnten gut arbeiten, ohne Probleme an den Autos, die von Beginn an gut ausbalanciert waren. Auch Bridgestone hat gut gearbeitet. Wir hatten ein wenig Körnen bei den Reifen, aber das könnte auch an den Streckenbedingungen gelegen haben. Noch ist es staubig und es liegt wenig Gummi auf der Bahn. Insgesamt war es aber ein guter Start in das Wochenende."