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Button: "Sind nicht allzu nahe an der Spitze dran"

08. Juni 2006 - 11:46 Uhr

Jenson Button glaubt, dass der Abstand zur Spitze größer ist als oftmals angenommen - Kontakt mit den Teammitgliedern in der Fabrik hält er für wichtig

Jenson Button
Jenson Button sieht Honda derzeit mit großem Rückstand auf Renault und Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei den Wintertestfahrten war Honda schnell unterwegs und konnte als einziges Team mit Renault mithalten, daraufhin hoffte der japanische Rennstall auf eine erfolgreiche Saison. Nach sieben Rennen hinkt man der Spitze jedoch deutlich hinterher, gegen Renault und Ferrari scheint man keine Chance zu haben, und auch McLaren-Mercedes musste man sich bislang geschlagen geben.

War das Team nach den ersten Rennen noch optimistisch, den Rückstand im Verlauf der Saison aufholen zu können, zeigt sich Jenson Button inzwischen weniger zuversichtlich: "Ich denke nicht, dass wir allzu nahe dran sind", erklärte er gegenüber 'SpeedTV.com' "Die Renaults und Ferraris waren in jüngster Zeit sehr stark, wir können deren Pace momentan nicht mitgehen", stellte der Brite ernüchtert fest.

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Honda arbeitet hart an Verbesserungen

"Die Renaults und Ferraris waren in jüngster Zeit sehr stark."
Jenson Button

"Wir arbeiten sehr hart und widmen uns allen Bereichen, die wir verbessern müssen, und ich denke, wir haben bislang einen großartigen Job gemacht", stellte er jedoch trotz der enttäuschenden Ergebnisse klar. "Das Aerodynamikpaket, das wir für Imola hatten, war ein definitiver Schritt vorwärts, das zeigt also, dass wir uns entwickeln und das Team hart arbeitet und einen sehr guten Job macht. Aber wir müssen noch mehr tun."

Beim Streben nach Verbesserungen steht Button in engem Kontakt mit den Mitarbeitern Hondas in der Fabrik in Brackley. Ähnlich wie Michael Schumacher bei Ferrari stattet auch der 26-Jährige den Teammitgliedern regelmäßig Besuche ab: "Ich denke, das ist wichtig, denn Rubens (Barrichello; Anm. d. Red.) und ich sind die Fahrer und damit das zentrale Element des Teams. Wir sind die Kerle, die am Sonntagnachmittag dort draußen auf der Strecke sind, wo man letztendlich die Resultate holt", begründete er.

Motivation für die Belegschaft

Damit kommt Button seiner Rolle als Teamleader, der seine Truppe antreibt und motiviert, nicht nur an der Strecke, sondern auch in der Fabrik nach: "Das ist perfekt für uns, in der Fabrik zu sein und den Leuten dort zu berichten, was wir denken, die positiven und negativen Aspekte." Daher beschränkt sich der Brite nicht - wie viele andere Piloten - auf sporadische Besuche, sondern ist sehr häufig in der Fabrik zu finden: "Ich gehe ziemlich oft dorthin, um zu sehen, wie es bei den Leuten dort läuft. Sie sind ein großer Teil des Teams."

"Ich gehe ziemlich oft in die Fabrik, um zu sehen, wie es bei den Leuten dort läuft. Sie sind ein großer Teil des Teams."
Jenson Button

"Sie sind aber nicht bei den Rennen dabei und wissen nicht, was dort alles genau vor sich geht, daher gebe ich ihnen einfach einige Informationen", erläuterte der 26-Jährige weiter. "Sie wissen, dass sie einen verdammt guten Job machen und hart arbeiten. Aber sie sind sich auch bewusst, wo wir uns noch verbessern müssen, und das packen sie auch sofort an, das ist sehr positiv", schwärmte Button.

Gespräche helfen bei der Krisenbewältigung

Vor allem nach dem katastrophalen Rennen in Imola, als unter anderem die Boxenstopps der Honda-Mannschaft alles andere als glatt verliefen, fanden in Brackley viele Gespräche statt, dies sich jedoch bewährten: "Nach Imola bin ich in die Fabrik gegangen, und wir haben uns dort über verschiedene Dinge unterhalten, die negativ waren. Aber dann gab es eben auch Vieles, das positiv zu bewerten war."

In der Folge habe sich das Team wieder aufgerappelt und sich auf vielen Gebieten verbessert: "Wir müssen beide Seiten betrachten und ansprechen, die negative und die positive", gab sich Button abschließend überzeugt, dass in den Gesprächen mit den Teammitglieder ein Schlüssel zum Erfolg liegt.