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Button: "Barrichello hat ständig neue Ideen"

08. Juni 2006 - 16:56 Uhr

Honda-Pilot Jenson Button rätselt noch immer über die Schwierigkeiten seines Teamkollegen zu Saisonbeginn - der frühere Ferrari-Pilot brachte viele Ideen mit

Jenson Button
Jenson Button ist froh, dass Barrichello zurück zu seiner Form gefunden hat
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zu den Enttäuschungen zu Saisonbeginn gehörte nicht nur die Rennperformance von Honda, sondern vor allem die Leistungen von Rubens Barrichello, der in der Winterpause von Ferrari zum japanischen Rennstall gewechselt war. Der Brasilianer lag in den ersten Rennen weit hinter seinem Teamkollegen Jenson Button zurück, konnte sich seit Imola jedoch stark verbessern und zu Button aufschließen.

Als Ursache der anfänglichen Schwierigkeiten stellten sich einige für Barrichello anfangs ungewohnte Komponenten des Hondas, wie beispielsweise Traktionskontrolle und Bremssystem, heraus. Teamkollege Button kann sich jedoch noch immer nicht erklären, weshalb der erfahrene Brasilianer derart zu kämpfen hatte: "Er ist ein guter Fahrer, und er arbeitet sehr hart", erklärte Button gegenüber 'SpeedTV.com'.

Button war von Barrichellos Problemen überrascht

"Ich denke, dass sich Rubens deutlich verbessert hat."
Jenson Button

"Er ist sehr erfahren. Ich war überrascht, wie weit er als Fahrer, der mit derart viel Erfahrung hierher kommt, zu Jahresbeginn von meiner Pace entfernt war. Aber ich denke, dass er sich deutlich verbessert hat", gab der Brite zu Protokoll. "Einige der Veränderungen, die wir im Team vorgenommen haben, kamen ihm entgegen. Ab Imola hat er einen sehr viel besseren Job gemacht, war auf einmal mit seiner Geschwindigkeit im Qualifying wieder mit dabei", erinnerte er sich.

"Ich denke, er hat eine Menge Verbesserungen gemacht, und es ist gut, wieder einen Teamkollegen zu haben, der mich antreibt. Ich habe nie verstanden, warum er in den ersten drei Rennen so weit ab vom Schuss war", rätselte Button noch immer über die Probleme Barrichellos.

Frischer Wind durch den früheren Ferrari-Piloten

Dass der Brasilianer ausgerechnet von Ferrari kam, die in den vergangenen Jahren dominiert und fünfmal in Folge die Konstrukteursmeisterschaft gewonnen hatten, war für Honda dabei nicht von Nachteil. Von Beginn an brachte Barrichello nicht nur fahrerisches Können und Talent, sondern auch die ein oder andere Erfahrung und Idee von den "Roten" mit zu Honda. "Er hat immer Ideen", erklärte Button dazu. "Für mich ist das hier schwierig, weil ich vor diesem Jahr bereits drei Jahre hier verbracht habe", berichtete er.

"Rubens kommt mit einem sehr guten Verständnis dafür, zu was Ferrari in der Lage ist."
Jenson Button

Daher habe er keinerlei Vergleichsmöglichkeit, wohingegen Barrichello wichtige Unterschiede zwischen Ferrari- und Honda-Boliden genau analysieren konnte: "Ich habe damals ein bisschen Informationen von Renault mitgebracht, aber wenn man seit drei Jahren im gleichen Team ist, dann ist es schwierig, abzuschätzen, wie gut die Traktionskontrolle der Konkurrenz ist, oder wie gut ein Auto in Hochgeschwindigkeitskurven oder während des Bremsvorganges ist."

"Rubens kommt also mit einem sehr guten Verständnis dafür, zu was Ferrari in der Lage ist. Das ist interessant zu beobachten. Ganz offensichtlich sind wir in einigen Belangen besser als Ferrari, und sie sind auf anderen Gebieten besser. Das sind nützliche Informationen für uns", zeigte sich Button überzeugt.

Umwandlung in Honda-Werksteam veränderte intern nichts

Doch nicht nur der Teamkollege war für Button in diesem Jahr neu. Auch sein Team wechselte den Besitzer und wurde in der Winterpause zum reinen Honda-Werksteam. An den internen Arbeitsabläufen hat dies laut dem 26-Jährigen jedoch nichts verändert: "Die Atmosphäre ist gleich geblieben, ich arbeite noch mit den gleichen Leuten, den gleichen Renningenieuren, Mechanikern und Motoreningenieuren."

"Ich hatte niemals das Gefühl, dass ich nicht den besten Job abgeliefert hätte, zu dem ich in der Lage war."
Jenson Button

Verändert habe sich dagegen vor allem die Außenwahrnehmung des Rennstalls: "Die Art, wie wahrgenommen wird, wie konzentriert, wie zielstrebig sie bezüglich des Teams sind, hat sich verändert. Das ist in der Formel 1 von entscheidender Bedeutung, zu wissen, dass jeder im Team alles gibt. Das gibt Zuversicht, und ich denke, das ist für alle im Team ähnlich", erläuterte Button.

Dabei ist er davon überzeugt, dass auch er selbst zu jeder Zeit sein Bestes gegeben hat: "Ich hatte niemals das Gefühl, dass ich nicht den besten Job abgeliefert hätte, zu dem ich in der Lage war. Ich weiß, dass ich das Maximum aus dem Auto herausbekommen werde, was auch immer manche Leute sagen, die das Team oder mich selbst nicht verstehen", versicherte Button. "Diese Leute können sagen, was sie wollen. Aber ich weiß, dass ich in jeder Minute, in der ich auf der Strecke bin, das Maximum aus dem Auto holen werde, denn das ist mein Job, das kann ich am Besten."

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