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Briatore: "Fisichella kann einen sehr guten Job machen"

21. Juni 2006 - 12:17 Uhr

Renault-Teamchef Flavio Briatore stellt im Hintergrund die Weichen für die Zukunft Renaults in der Formel 1 - Festhalten an Giancarlo Fisichella ist der erste Schritt

Flavio Briatore
Flavio Briatore bastelt bereits an der Formel-1-Zukunft Renaults
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Renault liegt derzeit in beiden Weltmeisterschaftswertungen komfortabel an der Spitze und scheint den anderen Teams weiterhin immer einen Schritt voraus zu sein. Hinter den Kulissen werden beim französischen Rennstall jedoch bereits die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Fahrerfrage wurde dabei in der vergangenen Woche mit der Bestätigung von Giancarlo Fisichella für 2007 bereits angegangen.

Der zum Jahresende auslaufende Vertrag mit dem Italiener wurde überraschend früh verlängert. Teamchef Flavio Briatore will das Festhalten am Italiener, der in diesem und im vergangenen Jahr zumeist im Schatten von Fernando Alonso stand, jedoch nicht nur als Entscheidung zu Kontinuität im Team sehen: "Das ist ein Schritt, um einen der besten Formel-1-Piloten in unserem Team zu halten", erklärte er gegenüber 'formula1.com'.

Kein Hinweis auf Fisichellas Teamkollegen

"Fisico ist ein Rennsieger, ein Teamspieler, ein sehr starker Allround-Fahrer", lobte Briatore seinen Landsmann. Die Kontinuität spiele zwar gewiss eine Rolle bei der Entscheidung, ebenso jedoch auch die Tatsache, "dass er die Fähigkeiten hat, auf einem Top-Level zu fahren. Ich denke, dass er einen sehr guten Job für uns machen kann."

"Fisico ist ein Rennsieger, ein Teamspieler, ein sehr starker Allround-Fahrer."
Flavio Briatore

Damit ist das eine der beiden Cockpits vergeben, doch da Fernando Alonso Renault zum Saisonende verlässt, bleibt die Frage nach den potenziellen Kandidaten, die als Teamkollege Fisichellas in Frage kommen. Der Italiener selbst äußerte hierzu kürzlich, dass sein Teamkollege wohl ein Finne werden würde. Dies könnte einerseits heißen, dass Renault-Testpilot Heikki Kovalainen, der als eines der größten Nachwuchstalente gilt, befördert wird, andererseits könnte es jedoch auch auf eine Verpflichtung von McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen hindeuten, über die bereits mehrfach spekuliert wurde.

An solchen Spekulationen will sich Briatore jedoch nicht beteiligen: "Wir arbeiten an unserer Fahrerpaarung und sprechen mit vielen Leuten", erklärte er. "Wenn wir so weit sind, dann werden wir bekannt geben, was passieren wird." Doch nicht nur in der Fahrerfrage tut sich bei Renault einiges, das französische Team kündigte darüber hinaus kürzlich an, bereits ab der kommenden Saison Kundenmotoren für ein zweites Team bereitstellen zu wollen.

Keine Budgetprobleme

"Wir analysieren derzeit viele verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft."
Flavio Briatore

Dabei will Briatore dies nicht als Indiz für Budgetprobleme verstanden wissen, die mit dem Wegfall von Tabaksponsor 'Mild Seven' entstehen könnten. Auch wenn sich der Schritt finanziell ebenfalls lohne, habe Renault-Präsident Carlos Ghosn "bereits in Monaco gesagt, dass das Team das Budget zur Verfügung haben wird, dass es benötigt, um auf einem guten Level antreten zu können. Das Geld ist kein Problem. Aber sicherlich ist in Anbetracht der Homologation der Motoren der Verkauf von Triebwerken eine attraktive Idee, zumal wir die notwendigen Kapazitäten dazu haben."

Des Weiteren entstanden kürzlich Spekulationen, Renault plane - ähnlich wie Red Bull mit der Scuderia Toro Rosso - ein zweites Team, das unter dem Label der Marke Nissan antreten könnte, jedoch "gibt es da nichts Konkretes", erklärte Briatore: "Wie Herr Dassas (Renault-Teampräsident; Anm. d. Red.) bereits gesagt hat, könnte das für Renault eine Möglichkeit darstellen. Wir analysieren derzeit viele verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft", meinte er abschließend.