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Alonso: "Letztendlich liegt es an der FIA"

08. Juni 2006 - 21:41 Uhr

Der Weltmeister erkennt keinen Grund, warum ihn der Monaco-Vorfall noch groß interessieren sollte - die Fahrermeinungen seien hier nicht entscheidend

Fernando Alonso
Fernando Alonso möchte den Monaco-Vorfall einfach weit zurücklassen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso erbte in Monaco jene Pole Position, die er wohl ohnehin erobert hätte, wenn Michael Schumachers Ferrari kurz vor Ende des Qualifyings nicht die Strecke versperrt hätte. An den Diskussionen, die seither entstanden sind, beteiligte sich der Renault-Pilot aber nicht - und hat dies auch nicht vor. Was nütze es ihm, weiter über das Geschehene zu debattieren, mit der Strafe für Schumacher sei das Thema abgehakt.

Insofern verwundert es nicht, dass Alonso nicht zum Treffen der Fahrergewerkschaft 'GPDA' erscheinen möchte, in dem auch der Vorfall angesprochen werden soll. "Ich war schon bei den letzten drei oder vier Rennen nicht mehr beim 'GPDA'-Meeting und werde wahrscheinlich auch morgen nicht hingehen", erklärte er. Zudem sitze eine 1A-Infoquelle im eigenen Rennstall. "Ich werde einfach warten, bis (Giancarlo) Fisichella zurück ist und ihn fragen."

Die Meinung eines einzelnen Fahrers sei in solchen Fällen außerdem ohne Gewicht. "In Monaco gab es letztlich ja Strafe, er (Schumacher; Anm. d. Red.) startete als Letzter", erklärte Alonso. "Wir Fahrer können unsere eigene Meinung haben, aber letztendlich liegt es Charlie (Whiting, FIA-Renndirektor; Anm. d. Red.) und allen anderen in der FIA, ihre Arbeit zu machen. Das haben sie gemacht, also gibt es nichts mehr zum Reden."

Weiter wollte sich der Spanier dann aber nicht aus dem Fenster legen, den Spekulationen über Absicht oder Fehler ging er aus dem Weg. "Jeder Sportler versucht, seine Kontrahenten zu schlagen, und jeder macht das auf seine unterschiedliche Weise", erklärte er. "Ich versuche immer fair zu sein, ich versuche, auf der Strecke zu gewinnen."

"Was die anderen betrifft, so weiß man das nicht, denn man sitzt nicht im Cockpit und weiß nicht genau, für was ein bestimmtes Manöver nun da war", fuhr er fort und vermittelte dabei den Eindruck, dass ihn das alles wirklich nicht mehr sonderlich interessiert. Immerhin reiste er als großer Sieger aus Monaco ab, sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft ist weiter angewachsen, und momentan zählt für ihn wohl nur diese Tatsache.

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