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Williams möchte Pechserie beenden

08. Mai 2006 - 18:51 Uhr

In Barcelona möchten Mark Webber und Nico Rosberg endlich ein konkurrenzfähiges Rennen fahren und dabei keine Probleme erleben

Nico Rosberg
Auf dem 'Circuit de Catalunya' soll es für das Williams-Team wieder besser laufen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Immer wieder wurde Williams in dieser Saison von Zuverlässigkeitsproblemen getroffen, dabei hoffte man nach den Testfahrten vor dem Europa-Grand-Prix, dass diesmal nun alles glatt verlaufen könnte. Doch vor dem Qualifying am Nürburgring tauschte man - wenn auch vorsichtshalber - beide Cosworth-Triebwerke, im Rennen fiel Mark Webber dann wieder einmal aus. Nico Rosberg konnte mit Rang sieben immerhin zwei wohl verdiente Punkte einfahren. Nun soll es in Spanien endlich mit dem problemlosen Rennwochenende klappen.

"Barcelona ist ein Ort, den alle Teams außergewöhnlich gut kennen, denn wir alle legten dort abertausende Testkilometer zurück", so Webber. "In den vergangenen Jahren war es für uns kein leichter Kurs, aber ich habe das Gefühl, dass wir bei den jüngsten Tests einige Fortschritte gemacht haben. Und auch Bridgestone setzt Michelin unter Druck, und ich hoffe, dass wir einige der Fortschritte mit zum Grand Prix nehmen können."

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Die größte Unterstützung wird in Barcelona sicher Fernando Alonso zuteil werden, denn spätestens nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft im Vorjahr ist der Asturier ein Nationalheld. Die gute Stimmung bleibt aber auch den Konkurrenzteams nicht verborgen. "Die Atmosphäre in Spanien wird wegen Fernando unglaublich sein, es ist schön für den Rest von uns, wenn die Veranstaltung so gefeiert wird. Ich freue mich darauf", so Webber.

Rosberg mag den 'Circuit de Catalunya'

"Auch wenn ich bisher nur ein GP2-Rennen in Barcelona gefahren bin, so kenne ich den Kurs aus den Testfahrten sehr gut", so Rosberg. "Seit Imola haben wir unsere Leistung verbessert und am Nürburgring waren wir recht konkurrenzfähig. Ich glaube, dass wir in Barcelona weitere Punkte sammeln können. Die Strecke ist interessant und schnell, ich mag sie. In der GP2 holte ich hier ein paar Punkte und fuhr die schnellste Rennrunde, aber meine beste Erinnerung an Barcelona ist der erste Test in einem Formel-1-Auto - mit einem Williams im Jahr 2002."

Auch wenn die Teams viel in Barcelona testen, nicht immer lassen sich die Erkenntnisse auch im Rennen an gleicher Stelle einsetzen. "Barcelona ist ein einzigartiger Kurs, aber es ist auch herausfordernd, dort ein gut ausbalanciertes Setup zu finden", so der Technische Direktor Sam Michael. "Im Winter testen wir viel dort, aber das Wetter ist da meist so anders, dass die Teams am Rennwochenende am Setup basteln. Durch die gesunkene Motorleistung kann man zwei der vier sehr schnellen Kurven nun voll durchfahren."

Kleine Verbesserungen am Williams FW28

"Wir werden einige neue mechanische Teile haben, um den FW28 weiter zu verbessern, mit unseren Cosworth-Motoren bestreiten wir zudem das zweite Rennen und Bridgestone bringt zwei neue Reifen mit, die wir in den vergangenen Wochen in Barcelona und Silverstone intensiv getestet haben", fuhr er fort. "Die Strategie war bisher auf zwei oder drei Stopps ausgelegt, aber das neue Qualifying könnte daran etwas ändern. Das wird aber erst nach den Trainings offensichtlich werden."

Für Cosworth steht im Vordergrund, in Spanien jegliche Motorenprobleme zu vermeiden. "Beide CA2006-Serie-4-Motoren werden beim Spanien-Grand-Prix ihr zweites Wochenende absolvieren", so Simon Corbyn, Chefingenieur bei Cosworth. "Wir hatten mit keinem der Motoren Probleme bei einer Untersuchung nach dem Rennen. Cosworth wird nun mit Williams daran arbeiten, den Einsatz der Motoren bei Mark und Nico in Barcelona zu optimieren."