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Toyota steht vor jeder Menge Rätseln

14. Mai 2006 - 19:42 Uhr

Ralf Schumacher fuhr seinem Teamkollegen ins Heck und schied später wegen technischer Probleme aus, Jarno Trulli sah die Zielflagge nur als Zehnter

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher ramponierte sich an Jarno Trulli den Frontflügel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Toyota-Team hatte beim Großen Preis von Spanien in Barcelona keinen Erfolg. Beide Fahrer hatten sich zwar relativ weit vorne qualifiziert, doch in der 16. Runde schlug sich Ralf Schumacher seinen Frontflügel ab, als er etwas zu optimistisch ausgerechnet an Teamkollege Jarno Trulli vorbeifahren wollte. Anschließend schied der Deutsche mit einem Elektronik-Problem aus. Trulli hingegen kam zwar ins Ziel, war jedoch nur Zehnter.

Jarno Trulli: "Zu Beginn, als Ralf und ich im Rennen waren, waren wir auf ähnlichen Strategien unterwegs. Ich war jedoch auf alten Reifen und litt an Graining und er war schneller. Als er versuchte, an mir vorbeizukommen, fuhr ich einfach auf meiner gewöhnlichen Fahrlinie. Ich habe nicht absichtlich die Türe zugemacht und haben nichts Ungewöhnliches getan. Ich spürte nicht einmal die Kollision und das erste Mal, als ich bemerkte, dass wir uns berührten, war, als Ralf aus meinen Spiegeln verschwunden war."

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"Niemandem kann man die Schuld geben, dies ist einfach ein normaler Rennunfall. Toyota erlaubt es seinen Fahrern, gleichberechtigt zu fahren, aber mir tut dies wirklich leid, denn er ist mein Teamkollege und niemand möchte innerhalb des Teams Probleme haben. Ich hoffe, dass wir die Situation klären können. Ich bin mir sicher, dass wir dies tun werden."

"Bei mir wurde nichts beschädigt und auf meinem zweiten Rennabschnitt war ich konkurrenzfähiger, aber die Probleme kehrten auf dem letzten Rennabschnitt zurück. Wir müssen aus diesem Grund die Daten analysieren, um zu sehen, was passiert ist. Dann werde ich weitere Arbeit erledigen müssen, um das Auto meinem Fahrstil entsprechend abzustimmen."

Ralf Schumacher: "Bei Toyota gehen wir als Rennfahrer auf die Startaufstellung und in einem Rennen ist es uns erlaubt, den anderen zu überholen. Dies bedeutet, dass manchmal Dinge wie diese passieren können. Heute folgte ich Jarno während dem ersten Rennabschnitt dicht auf und ich versuchte ihn im Eingang der ersten Kurve in Runde 16 zu überholen."

"Dies war normales Racing, aber wir berührten uns dieses Mal. Es war kein heftiger Einschlag, aber leider verlor ich meinen Frontflügel, als ich seine Reifen berührte. Ich musste aus diesem Grunde für einen Austausch anhalten. Dies warf mich ziemlich weit im Feld zurück und dann litt ich an einem Elektronik-Problem, was zu meinem Ausfall führte. Alles in allem war dies ein Tag zum Vergessen. Aber zumindestens waren wir im Qualifying schnell, wir müssen also hoffen, dass wir in Monaco in die Punkte zurückkehren."

Teamchef Tsutomu Tomita: "Es sieht danach aus, als müssen wir viel Zeit damit verbringen zu analysieren, was heute schief gelaufen ist. Am Freitag und Samstag haben das Auto, der Motor und die Reifen gut funktioniert und es sah gut aus. Aber das heutige Tempo im Rennen war ähnlich jenem, das wir in der vergangenen Woche auf dem Nürburgring gesehen haben."

"Wir müssen verstehen, warum wir nicht mit dem Speed der Top-Teams mithalten können. Zunächst einmal müssen lernen, warum unsere Starts so schwach sind, denn dies war eines der Probleme, die wir im Rennen hatten. Wir müssen auch die Leistung von Jarnos-Auto analysieren, um herauszufinden, warum er im zweiten Rennen in Folge zu kämpfen hatte. Wir müssen die Ursachen dafür finden, wenn wir zurück in Köln angekommen sind."

"Abschließen müssen wir verstehen, warum unsere beiden Fahrer eine Kollision hatten. Bei Toyota basiert unsere Philosophie absolut auf dem Racing. Wir sind ein Rennteam und das bedeutet, dass unsere Fahrer frei fahren können - aber mit einem Limit. Auf der Basis der Ergebnisse unserer Untersuchungen werden wir versuchen, uns im Hinblick auf das kommende Rennen zu verbessern. Wir werden einen arbeitsreichen Abend und eine arbeitsreiche Woche vor uns haben."