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MF1 Racing mit verbessertem M16 nach Monaco

20. Mai 2006 - 09:10 Uhr

Das MF1-Racing-Team fiebert dem Klassiker von Monaco kollektiv entgegen und bringt einen leicht verbesserten M16 ins Fürstentum

Christijan Albers und Tiago Monteiro
Christijan Albers und Tiago Monteiro hoffen in Monaco auf ihre ersten Punkte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem ersten Drittel der Saison 2006 läuft das MF1-Racing-Team noch immer dem ersten WM-Punkt hinterher, doch gerade beim Grand Prix von Monaco, wo oftmals der Zufall eine entscheidende Rolle spielt, rechnet sich die russisch-britische Truppe recht gute Chancen aus - umso mehr, als der M16 in den vergangenen Wochen im Detail verbessert wurde.

"Monaco", sagte Tiago Monteiro, "ist anders als jede andere Rennstrecke - mit einer anderen Kursführung, anderen Strategien und einer anderen Atmosphäre. Im Rennen kann alles passieren, daher bin ich dieses Jahr schon sehr gespannt - speziell auf das Qualifying. Im Vorjahr hatte ich ein gutes Rennen. Ich mag Straßenkurse, denn das Feeling für den Fahrer ist anders - mehr Adrenalin! In der ChampCar-Serie bin ich viel auf Straßenkursen gefahren, daher kenne ich mich auf solchem Terrain gut aus."

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Albers will mehr Risiko als sonst auf sich nehmen

"Underdogs haben eine größere Chance, weil Topspeed nicht so bedeutend ist wie sonst."
Christijan Albers

"Etwas Besonderes" ist Monaco auch für Christijan Albers: "Glitter und Glamour, Jachten - darum geht es in Monaco", so der Niederländer. "Die Strecke ist für uns Fahrer aufregend, weil man sich keine Fehler leisten darf. Underdogs haben eine größere Chance, weil Topspeed nicht so bedeutend ist wie sonst. Als guter Fahrer kann man dort etwas bewegen, wenn man gewisse Risiken eingeht, daher freue ich mich schon. Wir haben ein neues Chassis, neue Aufhängungssetups und neue Motoren, also sollte eine gute Leistung möglich sein."

Freitagstester Giorgio Mondini ist schon dreimal in Monaco gefahren, "und zwar mit Autos, die nur um sechs Sekunden langsamer sind als die Formel 1. Das war gutes Training", erklärte der Schweizer. "Es ist wichtig, jede Ecke der Strecke zu kennen, weil man sich keine Fehler erlauben darf - sonst landest du in der Mauer! Die Stadt pulsiert, die Kulisse ist wunderschön - zum Beispiel die Ecke am Schwimmbad -, aber wenn man im Auto sitzt, bekommt man davon nichts mit. Die Strecke erfordert totale Konzentration. Sie ist nicht besonders schnell, aber enorm herausfordernd."

"Das Team", gab Teamchef Colin Kolles zu Protokoll, "war in den vergangenen Wochen mit mehreren Upgrades für das Auto beschäftigt. Natürlich hoffe ich, dass wir diese Verbesserungen in Monaco umsetzen können. Es ist eine besondere Strecke, die uns von der Papierform her viel besser liegen müsste als Barcelona. Ich denke, dass unsere Fahrer für diese Herausforderung bereit sind - und ich erwarte gute Resultate von ihnen."

Key bereitet ein einzigartiges Setup für Monaco vor

"Monaco ist einzigartig und erfordert ein einzigartiges Setup."
James Key

Technikchef James Key beleuchtete die Strecke aus Ingenieurssicht: "Monaco ist einzigartig und erfordert ein einzigartiges Setup", erläuterte er. "Es ist möglich, dort mit ineffizientem Abtrieb zu fahren, daher werden wir mit einigen neuen Komponenten maximalen Abtrieb einsetzen. Die wellige Fahrbahn und die engen Kurven verlangen nach einem weichen mechanischen Setup und einer leicht veränderten Gewichtsverteilung. Die weichen Reifen führen manchmal zu einer Tendenz zum Untersteuern, was wir ausgleichen müssen, ohne die Hinterreifen zu stark zu verschleißen."

"Wir haben einige neue Radaufhängungsteile für Monaco, von denen wir einige für den Rest der Saison behalten werden", fügte der Brite an. "Toyota agiert weiterhin auf einem guten Entwicklungsniveau und stellt uns eine neue Motorenausbaustufe zur Verfügung. In Monaco kann alles passieren. Wir hatten dieses Jahr schon einige Rückschläge, aber unsere Zuverlässigkeit ist nach wie vor sehr gut. Wenn wir das Rennen vernünftig angehen und zuverlässig bleiben, könnten am Ende Punkte für uns herausschauen."

Sporting Relations Manager Johnny Herbert ist ähnlich optimistisch: "Man sagt, dass in Monaco alles passieren kann - und es stimmt: Ich war 1996 in einem der merkwürdigsten Rennen aller Zeiten Dritter, obwohl ich Letzter unter den noch fahrenden Autos war! Bei nassen Bedingungen ist die Zuverlässigkeit am wichtigsten. Man muss in Monaco vernünftig sein und innerhalb der Grenzen bleiben, wenn man punkten will. Die Strecke ist schwierig und man kann nicht überholen, aber mit der richtigen Strategie - wer weiß? Es könnte ein gutes Wochenende werden", sagte er abschließend.