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"Grüne Hölle" am Freitagmorgen noch beschaulich ruhig

05. Mai 2006 - 12:05 Uhr

In der ersten Session am Nürburgring fuhr Alexander Wurz Bestzeit vor Davidson und Kubica - Schumacher Vierter, Favoriten nur mit wenigen Runden

Alexander Wurz
Alexander Wurz war heute Morgen um 0,3 Sekunden schneller als seine Verfolger
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die "Grüne Hölle" in der Eifel präsentierte sich während des ersten Freien Trainings noch zahm: Bei angenehmen 19 Grad Luft- und 31 Grad Asphalttemperatur warf der 5,148 Kilometer lange Nürburgring kaum einen Fahrer ab - und wegen der üblichen Schonung der Motoren setzten nur 16 von insgesamt 28 Teilnehmern eine Rundenzeit.

Schnellster war Alexander Wurz (Williams-Cosworth/20 Runden) in 1:32.079 Minuten, wobei die erzielten Zeiten noch kaum aussagekräftig waren. Erwartungsgemäß lagen daher auch hinter dem Österreicher zwei Freitagsfahrer: Anthony Davidson (Honda/+ 0,320/29 Runden) und Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,773/22 Runden) waren zwar zwischenzeitlich ebenfalls in Führung, konnten am Ende aber nicht mehr kontern.

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Schumacher mit soliden vier Runden zum Auftakt

Die recht zahlreich erschienenen Fans freuten sich aber am meisten über den soliden Auftakt für Lokalmatador Michael Schumacher, denn der Ferrari-Pilot spulte in den letzten Minuten nur vier Runden ab, verlor aber lediglich 0,779 Sekunden auf die Spitze und war damit eindeutig schnellster Rennteilnehmer des Vormittagstrainings. Hinter ihm klassierten sich Robert Doornbos (Red-Bull-Ferrari/+ 0,865/19 Runden) und Jenson Button (Honda/+ 1,556/7 Runden).

Mit Rubens Barrichello (7./Honda/+ 2,134/6 Runden), Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes/+ 2,323/5 Runden), der sich einmal verbremste, und Ralf Schumacher (Toyota/+ 2,916/6 Runden) absolvierten drei weitere große Namen zumindest eine gezeitete Runde, doch die eigentliche Überraschung der ersten Session war MF1-Toyota-Freitagsfahrer Adrian Sutil, der sich keine gröberen Schnitzer leistete und nach 21 Runden lediglich 3,253 Sekunden Rückstand hatte.

Erste Kilometer für Montagny im Super-Aguri-Honda

Eine der erfreulicheren Erscheinungen des Auftakts in der Eifel war außerdem Franck Montagny: Der Nachfolger von Yuji Ide im zweiten Super-Aguri-Honda landete zwar nur auf dem 16. und letzten gewerteten Platz, rodelte aber nur gleich zu Beginn einmal ins Kiesbett und tastete sich bis auf 0,116 Sekunden an seinen Teamkollegen Takuma Sato heran. Heute Nachmittag könnte er den Japaner möglicherweise schon überflügeln.

Gleich zweimal auf der Strecke waren die beiden Renault-Piloten, die aber jedes Mal nur einen Shakedown absolvierten - was im Fall von Fernando Alonso auch bitter nötig war: Nach knapp einer halben Stunde stotterte der Motor des Vorjahressiegers, ehe er zu einem Check an die Box kam und noch eine Installationsrunde hinlegte. Fünf Fahrer - darunter auch die BMW Sauber F1 Team Stammpiloten und Nico Rosberg (Williams-Cosworth) - schenkten sich die erste Session komplett.

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