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Coulthard: Zu viel Aufhebens um Zigarettenwerbung

02. Mai 2006 - 14:12 Uhr

Red-Bull-Racing-Pilot David Coulthard findet, dass in den vergangenen Jahren zu viel über Tabakwerbeverbote in der Formel 1 diskutiert wurde

David Coulthard
David Coulthard findet, dass zu viel über Tabakwerbung in der F1 diskutiert wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren liefen viele Länder Gefahr, ihre Grands Prix wegen Tabakwerbeverboten zu verlieren, sollten sie nicht eine Ausnahmeregelung für die Königsklasse des Motorsports schaffen. Schließlich gab es ausreichend Bewerberländer mit neuen Rennstrecken, in denen Tabakwerbung erlaubt war. Derlei Diskussionen gab es in der Vergangenheit viele, inzwischen haben jedoch zahlreiche Länder ein Tabakwerbeverbot ratifiziert, so dass Werbung für die Zigarettenhersteller in der Formel 1 inzwischen ohnehin weniger reizvoll geworden ist.

Red-Bull-Racing-Pilot David Coulthard, der selbst während seiner Zeit bei Williams und McLaren den Großteil seiner Karriere mit Werbung für den blauen Dunst unterwegs war, findet jedoch, dass um diese Thematik zu viel Aufhebens gemacht wird: "Ich denke, vielleicht wird einfach zu viel über Zigarettenwerbung diskutiert, schließlich ist es erlaubt, Zigaretten zu verkaufen, und es ist legal, sie zu rauchen", erklärte der Schotte dem 'Daily Record'.


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Nur noch wenige Tabakfirmen in der Formel 1

"Ich denke, vielleicht wird einfach zu viel über Zigarettenwerbung diskutiert."
David Coulthard

Noch vor einigen Jahren waren zahlungskräftige Sponsoren aus der Riege der großen Tabakkonzerne eine wichtige finanzielle Stütze vieler Formel-1-Teams, so dass die Königsklasse des Motorsports darauf angewiesen war, bei dem Großteil der Rennen auch mit entsprechender Werbung antreten zu dürfen. Dadurch, dass in den vergangenen Jahren jedoch immer mehr Austragungsländer entsprechende Verbote bei Sportveranstaltungen erlassen haben und stattdessen immer mehr Unternehmen aus anderen Branchen die Formel 1 als Werbeplattform entdecken, gehen der Einfluss und das Engagement der Tabakriesen immer weiter zurück.

Wurde die Formel-1-Boliden früher ab und an auch spöttisch als "rasende Zigarettenschachteln" bezeichnet, fahren inzwischen nur noch drei von elf Teams mit den Aufklebern von Tabakfirmen. Coulthard interessieren die Diskussionen um Verbote von Zigarettenwerbung jedoch kaum: "Es beschäftigt mich nicht wirklich. Ich akzeptiere jedoch, dass die medizinischen Auswirkungen des Rauchens genau bekannt sind."

Ganz spurlos ist die Werbung für Zigaretten jedoch auch an Coulthard nicht vorbeigegangen, wenngleich er nicht der Meinung ist, dass er in seiner Zeit als Chauffeur von Zigarettenwerbung einen schlechten Einfluss auf Zuschauer gehabt habe: "Eine Sache, mit der ich mich in den Jahren, in denen ich von Zigarettenmarken gesponsert wurde, immer getröstet habe, war, dass ich keine kleinen Kinder zum Rauchen verleitet habe", erklärte der Schotte abschließend.