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Blundell rechnet mit einem aufregenden Rennwochenende

23. Mai 2006 - 14:22 Uhr

Der enge Kurs von Monaco wird laut dem früheren Formel-1-Piloten für viele Zwischenfälle sorgen - haben mehr Teams Siegchancen als zuletzt?

Mark Blundell
Mark Blundell freut sich auf ein aufregendes Rennen in Monaco
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am kommenden Wochenende steht im kleinen Fürstentum Monaco der Saisonhöhepunkt der Formel 1 an. Das Rennen durch den 3,340 Kilometer langen Leitplankenkanal ist laut dem früheren Formel-1-Piloten Mark Blundell nicht nur für die Zuschauer aufregend anzusehen, sondern auch interessant und anstrengend für die Fahrer. Überdies könnte sich der Brite gut vorstellen, dass im Fürstentum neben Renault und Ferrari auch andere Teams mit um den Sieg kämpfen können.

"Monaco ist etwas ganz Spezielles für einen Piloten", meint Blundell in seiner 'Crash.net'-Kolumne. Auch wenn man die Streckenführung vielleicht gut kennen mag, seien besonders die ersten Runden auf dem engen Straßenkurs eine besondere Herausforderung: "Es ist sehr tückisch, es gibt eine Menge feiner Nuancen, die man beachten muss - anderen Piloten hinterherzufahren ist der einfachste Weg, um dies zu lernen. Es gibt dort viele Kanaldeckel und solche Dinge, und man kann eine Menge Zeit gewinnen, wenn man den Fluss des Kurses einmal verinnerlicht hat."

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Spektakuläre Zwischenfälle

"Man kann eine Menge Zeit gewinnen, wenn man den Fluss des Kurses einmal verinnerlicht hat."
Mark Blundell

Doch auch wenn am Rennsonntag dann alle Piloten die Strecke genau kennen, geht der Brite von einer Vielzahl an Zwischenfällen im Verlauf des Grand Prix aus: "Das Wochenende bringt normalerweise einige spektakuläre Vorfälle mit sich, denn meist kracht jemand aufgrund mangelnder Konzentration, oder weil man das Limit etwas überschritten hat, in die Streckenbegrenzungen." Dieses Risiko besteht überdies dann, wenn Piloten versuchen, einen Konkurrenten zu überholen: "Auf diesem Kurs ist das Überholen nicht leicht. Man kann das tun, aber das Risiko ist dabei immer sehr hoch."

Auch wenn auf allen herkömmlichen Kursen in dieser Saison bislang Renault und Ferrari die Siege unter sich ausgemacht haben und Blundell davon ausgeht, dass beide Teams auch am kommenden Wochenende erneut stark sein werden, rechnet er doch damit, dass auch zwei weitere Rennställe in den Kampf um Podiumsplätze mit eingreifen können werden: "Honda könnte eine gute Figur machen, und ich hoffe, dass auch McLaren stärker sein wird."

Kann Honda in den Kampf um den Sieg eingreifen?

"Honda könnte eine gute Figur machen, und ich hoffe, dass auch McLaren stärker sein wird."
Mark Blundell

Von den beiden Teams, die beim vorangegangenen Rennen in Barcelona etwa auf dem gleichen Niveau unterwegs waren und weit abgeschlagen die Plätze hinter den Renaults und Ferraris belegten, schätzt Blundell jedoch Honda stärker ein: "Wenn ich eines der beiden Teams auswählen müsste, würde ich vermutlich Honda nehmen. Ich denke, Honda könnte hier in den Straßen von Monaco ein etwas fahrerfreundlicheres Auto haben", begründet er seine Wahl.

Auch dem zweiten großen japanischen Team, Toyota, traut der frühere Formel-1-Pilot eine Steigerung zu: "Sie werden an diesem Wochenende die B-Version ihres Autos verwenden, das könnte ihnen etwas helfen", vermutet Blundell, nachdem Ralf Schumacher und Jarno Trulli in Barcelona noch miteinander kollidiert waren.

Er persönlich würde sein Geld jedoch auf Rekordweltmeister Michael Schumacher setzen, der laut dem Tipp des 40-Jährigen in Monaco triumphieren wird. Als Zweiten sieht Blundell dann WM-Spitzenreiter Fernando Alonso ins Ziel kommen, gefolgt von Felipe Massa, Jenson Button, Kimi Räikkönen und Rubens Barrichello.