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BMW Sauber F1 Team fiebert Saisonhighlight entgegen
Team und Fahrer freuen sich auf den Grand Prix von Monaco in einer Woche und rechnen sich Chancen auf ein gutes Ergebnis aus
(Motorsport-Total.com) - In einer Woche steht mit dem Grand Prix von Monaco das Saisonhighlight der Königsklasse des Motorsports auf dem Programm. Im Fürstentum sind die Zuschauer so dicht am Geschehen wie nirgendwo sonst, der Kurs ist der kürzeste und schmalste im Formel-1-Kalender. Bei dreitägigen Testfahrten in Le Castellet bereitete sich das BMW Sauber F1 Team auf die speziellen Anforderungen des Kurses vor, nun fiebern die Piloten dem Grand-Prix-Wochenende entgegen.
"Das Rennen in Monaco ist auf jeden Fall ein Saisonhöhepunkt. Es ist ein einmaliges Gefühl, durch die engen Häuserschluchten zu fahren", erklärt Nick Heidfeld voller Vorfreude. "Im vergangenen Jahr wurde ich dort Zweiter. Doch auch ohne dieses tolle Ergebnis hätte ich in Monte Carlo im Rennen richtig Spaß gehabt. Das Qualifying wird erheblich schwieriger als in den vergangenen Jahren, weil jetzt wieder viel mehr Autos gleichzeitig unterwegs sind", sieht der Deutsche hier Gefahrenpotenzial, wie dies in den vergangenen Tagen bereits andere Fahrer geäußert hatten.

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Heidfeld ist von der Stimmung begeistert
Doch nicht nur der Grand Prix verbindet Heidfeld mit Monaco: "Mit dem kleinen Fürstentum verbindet mich sehr viel. Ich habe einige Jahre dort gelebt, ehe ich in die Schweiz gezogen bin. Wenn die Formel 1 in Monte Carlo gastiert, steht die ganze Stadt kopf. Die Bucht liegt voller Yachten, die Straßen sind voller Leben. Ich rate jedem, sich das einmal anzuschauen. Die Stimmung ist einzigartig."
"Und nirgendwo sonst kommt man als Zuschauer so nah an die Autos dran, sondern sitzt immer hunderte Meter entfernt. In Monaco kann man Speed und Sound richtig fühlen", beschreibt er das besondere Erlebnis für die Fans an der Strecke. "Allerdings mag ich es privat lieber etwas ruhiger, so dass ich mich in meiner jetzigen Heimat sehr wohl fühle."
Auch Heidfelds Teamkollege Jacques Villeneuve findet es spannend, in Monaco zu fahren. Außerdem hat er ebenfalls gute Erinnerungen an die vergangene Saison: "Es ist der Kurs, auf dem wir mit Sauber im vergangenen Jahr wohl am wettbewerbsfähigsten waren. Die Strecke strapaziert die Reifen stark, weil man sehr weiche Mischungen wählt. Aber normalerweise geht unser Auto recht schonend mit den Reifen um."
Villeneuve rechnet mit gutem Ergebnis
Durch die Enge könne in Monaco darüber hinaus viel passieren, weshalb sich der Kanadier gute Chancen auf ein brauchbares Resultat ausmalt: "Bei diesem Grand Prix kann immer alles passieren. Man kann als Letzter losfahren und trotzdem noch auf das Podium kommen. Einmal sind nur vier Autos ins Ziel gekommen. In Monaco ist immer viel los. Ich denke, wir haben Chancen, dort recht gut abzuschneiden."
Für Freitagstestpilot Robert Kubica wird das Wochenende jedoch besonders aufregend: "Monaco wird für mich schon deshalb etwas Besonderes, weil ich das erste Mal mit einem Formel-1-Rennwagen auf einem Stadtkurs fahren werde. Die Strecke ist wirklich schwierig und lässt keinen Raum für Fehler. Aber das gilt für alle gleichermaßen." Allerdings ist der junge Pole ein Fan von Stadtkursen: "Ich mag Stadtkurse. In der Vergangenheit bin ich auf Kursen wie Monaco oder Macau meistens sehr gut gewesen. Ich bin auf sechs oder sieben Stadtkursen Rennen gefahren."
"Aber darauf kommt es in Monaco bei mir ja nicht an. Ich muss meine Arbeit am Donnerstag gut erledigen. Das wird nicht einfach, weil die Strecke dann noch kaum Grip haben wird. Trotzdem hoffe ich, meine beiden Teamkollegen etwas unterstützen zu können", ist er sich seiner Aufgaben dennoch voll bewusst.
Schnellere Rundenzeiten als im Vorjahr?
Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen ist davon überzeugt, dass das Rennen in Monaco das unumstrittene Saisonhighlight ist: "Nach Monaco schaut die Welt. Die Runden durch das Fürstentum sind die Kronjuwelen der Formel 1, obwohl der Parcours mit einer modernen Rennstrecke nichts gemein hat. Ob man den Glamour mag, ist Geschmacksache. Auf jeden Fall gehört er zum Image der Formel 1. Durch die Nähe der Zuschauer zur Rennstrecke und zum Fahrerlager entsteht eine unvergleichliche Atmosphäre."
"Auf diesem winkligen Kurs ist mit schierer Motorleistung nichts zu gewinnen. Eine gute Fahrbarkeit des Motors zahlt sich hingegen aus. Die Haarnadel am Grand Hotel ist die einzige Kurve im ganzen Jahr, wo die Drehzahl unter 5000 U/min fällt.", erläutert er die Anforderungen der Strecke an die neuen V8-Motoren. "Der Leistungsnachteil der diesjährigen 2,4-Liter-V8-Motoren gegenüber den früheren 3,0-Liter- V10 von fast 200 PS wird sich in Monaco am wenigsten auswirken."
Angesichts dessen und der Tatsache, dass bereits in Barcelona im Qualifying eine schnellere Zeit erzielt wurde als im Vorjahr, rechnet Theissen "auch in Monaco mit einem neuen Rekordwert". Für die Hatz durch das Fürstentum erhält Heidfeld turnusgemäß einen neuen Motor, während Villeneuve nach dem unplanmäßigen Wechsel vor dem Grand Prix von Spanien das zweite Rennen mit seinem Triebwerk bestreiten wird.
Monaco stellt dabei auch bezüglich der Zuverlässigkeit andere Ansprüche als die übrigen Strecken im Kalender: "Spitzengeschwindigkeit und Volllastanteil sind von allen Grand-Prix-Kursen in Monte Carlo am niedrigsten. Dadurch erhalten die Motoren allerdings auch weniger Kühlluft, was Öl- und Wassertemperaturen ans Limit treiben kann."
Kompromiss zwischen Startplatz und Rennstrategie
Willy Rampf, der Technische Direktor Chassis beim BMW Sauber F1 Team, erläutert die Anforderungen an die Boliden: "Monaco ist die Strecke mit der niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeit der ganzen Saison, deshalb ist hoher Abtrieb hier wichtiger als die aerodynamische Effizienz."
"Gute Traktion ist beim Herausbeschleunigen aus den vielen langsamen Kurven ebenso entscheidend. Da der Kurs zwischen den Trainingsläufen jeweils für den öffentlichen Verkehr freigegeben wird, kommt es zu stark schwankenden Grip-Verhältnissen - das macht die Abstimmarbeit besonders schwierig. Das Auto muss hier absolut präzise reagieren, denn der geringste Fehler kann das Aus bedeuten", erklärt Rampf.
"Weil man in Monaco praktisch nicht überholen kann, wird es entscheidend sein, den richtigen Kompromiss aus guter Startposition und optimaler Rennstrategie zu finden", sieht er darin den Schlüssel zum Erfolg. "Gespannt bin ich auf das Qualifying, vor allem den ersten Teil mit 22 Autos auf der Strecke. Da braucht es gewiss auch ein wenig Glück, um nicht im Verkehr hängen zu bleiben. Für Hochspannung ist auf jeden Fall gesorgt. Nach unserer soliden Vorstellung in Barcelona rechne ich auch in Monaco mit einer starken Leistung unserer Piloten", gibt sich Rampf abschließend zuversichtlich.











