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Silverstone: Zukunft weiterhin nicht gesichert

18. April 2006 - 17:22 Uhr

Im Zuge des Machtkampfes im 'BRDC' steht man in Silverstone vor einer düsteren Zukunft, denn momentan gibt es keine konkreten Entwicklungspläne

Dunkle Wolken über Silverstone
Die Wolken über Silverstone werden (wieder einmal) dunkler
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Was sich seit Jahren an Politik rund um die Rennstrecke in Silverstone abspielt, spottet jeder Beschreibung. Im Vorjahr schien der Durchbruch geschafft, der Großbritannien-Grand-Prix war nicht mehr gefährdet, woraufhin sich Kritik sammelte, die von einer zu langen Vertragslaufzeit sprachen. Ruhe kam im 'British Racing Drivers' Club' (BRDC) nur noch selten auf.

Ehrgeizige Pläne, Silverstone massiv zu erweitern, scheiterten am Widerstand einiger Klubmitglieder, die einen Ausverkauf fürchteten, da die Strecke verleast werden sollte. Kurz darauf präsentierten eben jene Mitglieder - angeführt von Harry Stiller - einen neuen Vorschlag: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone soll für die langfristige Zukunft in Silverstone sorgen.

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Doch nach Informationen von 'PA Sports' möchte Ecclestone gar nicht an diesem Deal teilhaben. Stiller soll daraufhin angeboten haben, die geplante Vertrauensabstimmung über die Führung des 'BRDC' zu verschieben. Der 'BRDC' soll hierfür nur seine bisherigen Auslagen für seinen rechtlichen Beistand zahlen - immerhin mehr als 10.000 Euro.

"Das wollen wir nicht machen, aber es zeigt doch, mit welcher Person wir uns herumschlagen müssen", so 'BRDC'-Präsident Jackie Stewart, der schon zuvor nicht an Kritik für die "Abweichler" sparte. "Mich verwirrt seine Taktik. Ich nehme vielmehr an, Bernie hat ihm gesagt, dass all die Dinge nicht real sind. Nun möchte er Zeit gewinnen, um den Vorschlag noch zu retten."

Grundsätzlich hätte man im 'BRDC' keine Einwände gegen eine Beteiligung Ecclestones, doch seit der Bekanntgabe der Pläne am vergangenen Donnerstag herrscht Funkstille. "Wenn es einen realen Vorschlag oder einen anderen Weg gibt, als den Kurs zu verleasen, dann müssen wir davon wissen", so Stewart.

Sollte sich kein Weg für die Zukunft finden lassen, so zeichnet sich auch in Silverstone ein düsteres Bild ab. Der 'BRDC' braucht dringend neue finanzielle Mittel, um den Grand Prix längerfristig halten zu können. Regierungsgelder - wie in vielen anderen Ländern üblich - stehen dabei kaum zu Verfügung, da schon die Olympischen Spiele 2012 in London große Mittel verschlingen. "Wir fragen nur nach einem Almosen, um Silverstone verbessern zu können, damit der Grand Prix bleibt und die Anlagen so sind, wie es die Öffentlichkeit verdient", so Stewart.