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Ralf Schumacher: "Neue Märkte und Möglichkeiten"

10. April 2006 - 13:19 Uhr

Der Deutsche kann sich einen kleinen Seitenhieb auf seinen Ex-Manager Willi Weber nicht verkneifen - Leidenschaft für Harry Potter und eine sichere Formel 1

Cora und Ralf Schumacher
Ralf Schumacher ist abseits der Strecke ein glücklicher Familienmensch
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem sich Ralf Schumacher vor einigen Monaten von seinem Manager Willi Weber, der auch seinen Bruder Michael Schumacher betreut, getrennt hatte, zeigte er sich vor einigen Wochen enttäuscht über das Verhalten Webers, der wiederholt gegen Schumacher und dessen Ehefrau Cora gestichelt hatte.

Inzwischen hat Ralf Schumacher jedoch einen neuen Partner gefunden, der sich um seine Vermarktung kümmert. Guido Piedade sei jedoch kein neuer Willi Weber: "Es ist anders. Guido und ich sind seit 20 Jahren befreundet. Es handelt sich dabei mehr um die Öffnung neuer Märkte und Möglichkeiten, die bisher noch nicht beachtet wurden", kann sich der Deutsche in einem Gespräch mit der 'Sunday Times' einen kleinen Seitenhieb auf Weber nicht verkneifen.

Wie würde sich Ralf Schumacher als Vertreter schlagen?

Über die Gründe seiner Trennung vom erfolgreichen Manager war viel spekuliert worden, oft wurde dabei auch seine Frau Cora genannt. Diese ist medial ebenfalls sehr aktiv, was Ralf Schumacher jedoch nicht stört: "Ich unterstütze sie zu 100 Prozent", stellt er klar. "Es ist wichtig für sie, dass sie etwas für sich selbst tut, und es ist wichtig für unsere Ehe, dass sie ihr Leben in einer Art und Weise lebt, die sie glücklich macht."

Ihr gemeinsamer vier Jahre alter Sohn David teilt unterdessen eine große Leidenschaft mit Ralf Schumacher - Harry Potter: "Wir beide lieben Harry Potter. Wir legen uns zusammen aufs Sofa und lesen miteinander." Auch die Filme habe er gemeinsam mit seinem Sohn gesehen.

"Ich könnte alles verkaufen."
Ralf Schumacher

Vor einigen Wochen hatte der amtierende Weltmeister Fernando Alonso erklärt, dass er wahrscheinlich Vertreter geworden wäre, wenn er im Rennsport nicht den Durchbruch geschafft hätte. Auch Ralf Schumacher hatte abseits schneller Autos eine derartige Karriere in Planung: "Ich könnte alles verkaufen", ist sich der Deutsche sicher.

Einsatz für eine sichere Formel 1

In der Formel 1 hatte der Toyota-Pilot bereits einige schwere Unfälle zu beklagen, weshalb er sich ebenso wie sein Bruder stark für die Sicherheit der Piloten einsetzt, vor allem in der Fahrergewerkschaft GPDA. Zwar sei es manchmal schwierig, eine gemeinsame Meinung aller Fahrer zu finden, jedoch würden die Meetings normalerweise relativ erfolgreich verlaufen. Dennoch könne er die Meinungen mancher Fahrer nicht nachvollziehen: "Ich hörte einige alberne Meinungen von Fahrern, die sich über das 'HANS'-System beschwert haben, oder über die höheren Cockpitwände, die entwickelt wurden, um uns besseren Schutz zu geben."

"Wie verrückt ist es, sich über etwas zu beschweren, das uns helfen soll?"
Ralf Schumacher

"Wie verrückt ist es, sich über etwas zu beschweren, das uns helfen soll?", kann Ralf Schumacher eine derartige Einstellung nicht nachvollziehen. Er vertraue jedoch darauf, dass Bernie Ecclestone und der Präsident des Automobilweltverbandes FIA, Max Mosley, für die Sicherheit der Fahrer sorgen würden: "Ich vertraue Max zu 100 Prozent, dass er bezüglich der Sicherheit das Beste für uns tut."