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Monteiro hatte in Imola ein einsames Rennen

29. April 2006 - 10:06 Uhr

Tiago Monteiro vertrieb sich im Grand Prix von San Marino die Zeit mit unterschiedlichen Linien über die Randsteine - Vorfreude auf den Nürburgring

Tiago Monteiro
Tiago Monteiro war in Imola mit der Geschwindigkeit seines Autos zufrieden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Tiago Monteiro konnte in den ersten beiden Rennen 2006 seine Bilanz mit zwei Zielankünften weiter verbessern, erlebte jedoch in Australien den zweiten Ausfall seiner Formel-1-Karriere. Nach den ersten drei Rennen in Übersee, in denen MF1-Racing noch verschiedene technische Probleme zu beklagen hatte, reiste der Portugiese zunächst zurück in seine Heimat, bevor er zum Auftakt der "Europa-Saison" der Formel 1 in Imola aufbrach.

Doch auch in den Tagen in seiner Heimat hatte er kaum Zeit zur Entspannung: "Ich war sehr beschäftigt mit der Presse, Sponsoren, und Freunden, weil jeder alle Details über die ersten drei Rennen wissen wollte", berichtet Monteiro in seiner 'Crash.net'-Kolumne. Dennoch habe er sich ein wenig ausruhen können, bevor er sich nach Imola aufmachte.

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Schnelleres Auto als in den ersten Rennen

"Das Auto wirkte schneller als in den ersten Rennen."
Tiago Monteiro

Nachdem der Portugiese sich zusammen mit seinem Team zunächst im Freien Training am Freitag mit den Reifen verspekulierte und viel Zeit verlor, war der 29-Jährige am Samstag mit der Performance seines Autos sehr zufrieden und rechnete sich sogar Chancen auf das Erreichen der zweiten Qualifikationseinheit aus: "Wir waren enttäuscht, am Ende der ersten Qualifikationssession den Sprung verpasst zu haben, denn das Auto wirkte schneller als in den ersten Rennen."

Bei den Grands Prix war bislang oftmals der Start das Problem der MF1-Racing-Piloten, die meist schlecht von ihren Startplätzen loskamen und daher einige Male von den deutlich langsameren Super-Aguri-Autos überholt werden konnten. In Imola klappte der Start für Monteiro jedoch gut: "Ich machte meinen besten Start der Saison, und schaffte es, vor Sato zu bleiben - was sehr wichtig ist für das restliche Rennen. Wenn man hinter den Super Aguris stecken bleibt, verliert man in jeder Runde viel Zeit."

Guter Start

In der Folge hatte Monteiro ein einsames Rennen: mit den vor ihm fahrenden konnte er nicht mithalten, war jedoch deutlich schneller unterwegs als die Super-Aguri-Fahrer hinter ihm. "Ich machte wie verrückt Druck, um meinen Schwung und meine Konzentration für den Rest des Rennens beizubehalten. Ich hatte einige interessante Momente, als ich viele verschiedene Dinge ausprobierte, wie neue Kerbs und neue Linien durch die Kurven, einfach um zu sehen, ob ich schneller bin oder nicht", erklärt der Portugiese, wie er sich im Rennen die Zeit vertrieb.

Dabei habe er einige interessante Erkenntnisse gewonnen, und letztendlich seien seine Rundenzeiten im Vergleich zu den Red-Bull-Racing-Autos nicht zu schlecht gewesen, "aber für meinen Geschmack immer noch zu weit weg von den Toro-Rosso-Autos". Nun freue er sich auf jeden Fall auf den Grand Prix von Europa auf dem Nürburgring, "eine Strecke, die ich wirklich mag".