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McLaren-Mercedes in Imola eingebremst

23. April 2006 - 18:38 Uhr

Im Qualifying verloren die "Silberpfeile" bereits die Siegchancen beim Grand Prix von San Marino, Schadensbegrenzung durch die Plätze drei und fünf

Juan-Pablo Montoya
Juan-Pablo Montoya freute sich über seinen ersten Podestplatz im Jahr 2006
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der dritte Rang von Juan-Pablo Montoya in Imola war wohl verdient, denn der McLaren-Mercedes MP4-21 war beim Großen Preis von San Marino nicht das schnellste Auto im Feld. Auf Michael Schumacher und Fernando Alonso fehlte eine halbe Sekunde, und Toyota, Honda und BMW waren nur geringfügig langsamer. Dennoch reiste man als zweiterfolgreichstes Team aus Imola ab, denn Kimi Räikkönen sicherte als Fünfter weitere vier Zähler.

"Ich bin mit dem heutigen Rennen zufrieden", so Montoya. "Wir haben es geschafft, einen Podestplatz einzufahren und wichtige Meisterschaftspunkte zu erobern. Ich hatte einen guten Start, wurde in der Schikane aber zusammengestaucht und musste zurückstecken, um einen Zwischenfall zu vermeiden. Dann hing ich im Verkehr fest, was Zeit kostete. Als das Rennen voranschritt, war klar, dass wir uns mit recht viel Benzin an Bord qualifizierten, aber wir konnten im Rennen daraus einen strategischen Vorteil ziehen."

"Bei den Boxenstopps haben die Jungs tolle Arbeit geleistet, das hat geholfen, aber als ich endlich freie Fahrt hatte, waren die Führenden schon 13 Sekunden enteilt", so der Kolumbianer weiter. "Es war zu spät für mich. Es ging ab da darum, das Auto in das Ziel zu bringen und den dritten Rang zu sichern. Jeder hat in den vergangenen Wochen hart gearbeitet und ich denke, dass wir Fortschritte gemacht haben. Daher kann ich den Rest der Saison kaum erwarten, hoffentlich gewinnen wir bald wieder Rennen."

Weniger zufrieden war Räikkönen, der in der WM nun schon 18 Punkte zurückliegt. "Ich war mit meinem Auto nicht völlig zufrieden, ich konnte nicht richtig angreifen", so der Finne. "Mein Start war nicht sehr gut und ich habe einige Positionen verloren, dann hielt mich auch der Verkehr von weiteren Fortschritten in der ersten Rennhälfte ab."

"Nach dem zweiten Boxenstopp wurde das etwas besser und es war leichter fahrbar, so konnte ich wieder angreifen", so Räikkönen weiter. "Aber ich hing dann hinter Felipe Massa fest und ein Überholen ist auf diesem Kurs hier unmöglich, das haben wir heute gesehen. Immerhin können wir Imola mit wichtigen Punkten verlassen, nun freue ich mich auf das nächste Rennen in Deutschland."

"Juan-Pablo hatte ein relativ ereignisloses Rennen", so Teamchef Ron Dennis. "Er machte einen guten Start, verlor einen Großteil des Vorteils aber wieder in der ersten Kurve. Seine Strategie wirkte sich aber positiv aus und der wurde verdient Dritter. Kimis Rennen dagegen war negativ von einem seiner seltenen Fehler im Qualifying beeinflusst. Dadurch startete er weiter hinten und hatte darüber hinaus auch keinen besonders guten Start."

Immerhin sammelte er noch ein paar Punkte, die McLaren-Mercedes helfen, in der Weltmeisterschaft weiter den Kontakt nach vorn zu halten. "Er fuhr diszipliniert und holte wichtige Punkte für sich und das Team", so Dennis weiter. "Wir hätten noch etwas mehr erreichen können, hingen aber im Verkehr fest. Nun freut ich jeder auf den Test in Silverstone und den Europa-Grand-Prix. Wir sollten unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern können."

"Ein schwieriges Rennen nach einem unbefriedigenden Qualifying, bei dem sich Juan-Pablo und Kimi immerhin auf die Ränge drei und fünf verbesserten", so Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Als sie dem Verkehr entfliehen konnten, der in der ersten Rennhälfte dafür sorgte, dass sie nicht weiter nach vorn kamen, konnte sie zeigen, dass die nötige Pace da war. Zudem waren wir wieder zuverlässig. Wir werden unsere Leistung nun weiter verbessern und wir freuen auf den ersten von zwei Mercedes-Heimrennen auf dem Nürburgring in zwei Wochen."

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