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Honda das fleißigste Team des Barcelona-Tests

14. April 2006 - 20:57 Uhr

Mit 3.583 Kilometern war Honda das fleißigste Team der Testwoche in Barcelona - Barrichello und Button zufrieden mit den erzielten Fortschritten

Anthony Davidson
Anthony Davidson kam heute Nachmittag unerwartet zu einem Testeinsatz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Renault ist nach wie vor das Maß aller Dinge, doch zumindest bei den Überseerennen konnte Honda phasenweise recht gut mit dem Weltmeisterteam mithalten. In Barcelona testeten Rubens Barrichello, Jenson Button und Anthony Davidson nun besonders intensiv, um den Rückstand möglichst rasch zu verkürzen - und erzielten dabei vernünftige Fortschritte.

Rekordrunden wurden von dem brasilianisch-britischen Trio zwar nicht erzielt, doch Honda absolvierte an den vergangenen Tagen nicht weniger als 3.583 Kilometer auf dem 'Circuit de Catalunya' und war damit sogar um einen Hauch fleißiger als Ferrari. Alle anderen Teams kamen diese Woche nicht über 3.000 Testkilometer hinaus, was einen weiteren Beweis für die ohnehin unbestrittene Zuverlässigkeit des RA106-Pakets darstellt.

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Eingeklemmter Nerv beendete Barrichellos Testtag

"Vor Imola wollte ich kein Risiko eingehen, denn es tat ein bisschen weh."
Rubens Barrichello

Getrübt wurde diese Bilanz aber von Barrichellos heutigem Testabschluss, denn der Brasilianer, in der Tageswertung mit 1,092 Sekunden Rückstand Achter, musste sein Programm vorzeitig beenden: "Ich habe mir im Schulterbereich einen Nerv eingeklemmt, so dass ich gegen Mittag ausstieg. Vor Imola wollte ich kein Risiko eingehen, denn es tat ein bisschen weh und ich wollte den Schmerz nicht noch schlimmer machen. Für das nächste Rennen sollte es aber kein Problem geben", sagte er.

"Ansonsten konnte ich die Zeit im Auto diese Woche genießen, denn wir machten gute Fortschritte. Ich fühle mich im Auto langsam immer wohler. Mit der Traktionskontrolle haben wir eine Verbesserung gefunden, auch wenn es da noch einiges zu tun gibt. Insgesamt war es jedenfalls eine positive Woche, weshalb wir uns nun schon sehr darauf freuen, nächste Woche in Imola zu fahren", gab der 33-Jährige zu Protokoll.

Von einem "geradlinigen" Test sprach Jenson Button, heute mit 0,782 Sekunden Rückstand Vierter: "Vor der Europasaison hatten wir noch einiges auszuprobieren. Wir konzentrierten uns vor allem auf aerodynamische Weiterentwicklungen. Ich spüre, dass uns ein Fortschritt gelungen ist, was die Aerodynamik und das Aufwärmen der Reifen angeht", zeigte sich der Brite vor seiner Abreise recht zuversichtlich für die nächsten Rennen.

Davidson sprang heute für Barrichello ein

"Es war ein hektischer Nachmittag, aber wir machten das Beste aus der Zeit."
Anthony Davidson

Landsmann Davidson (12./+ 1,657), der heute Barrichellos Auto übernahm, war ebenfalls zufrieden: "Am Mittwochmorgen spulte ich viele Runden ab, arbeitete am Setup des Chassis' für die nächsten Rennen und machte gute Fortschritte. Heute Nachmittag sprang ich für Rubens ein und führte in 69 Runden eine Reifenevaluierung durch. Es war ein hektischer Nachmittag, aber wir machten das Beste aus der Zeit und konnten das Programm erfolgreich beenden", teilte er mit.

"Extrem hektisch" sei die Woche auch laut Testingenieur Mark Ellis gewesen: "Wir legten viele Kilometer mit Neuentwicklungen für die anstehenden Rennen in Europa zurück", gab der Techniker zu Protokoll. "Beide Autos zeigten an allen drei Tagen beeindruckende Zuverlässigkeit, so dass wir mit den neuen Aerodynamikteilen, den Reifen, dem Chassissetup und den Kontrollsystemen tolle Fortschritte machen konnten."

Abschließend zog Hondas Motorenmann Shuhei Nakamoto Bilanz: "Wir legten diese Woche mit der neuesten Ausbaustufe des Motors viele Runden zurück und trieben das V8-Aggregat bis an sein Kilometerlimit. Mit der Gegenmaßnahme für Jensons in Melbourne erlittenen Defekt sind wir zufrieden. Für Imola können wir nun sogar einen noch kraftvolleren Motor einführen", gab der Japaner abschließend zu Protokoll.