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Ferrari optimistisch wie lange nicht mehr

21. April 2006 - 17:23 Uhr

Nach den Freien Trainings in Imola schäumt Ferrari vor Optimismus fast über - Schumacher glaubt an gute Chancen auf den Sieg beim Heimrennen

Michael Schumacher
Michael Schumacher erkennt eine positive Entwicklung bei Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So haben sich die Tifosi die Rückkehr der Formel 1 nach Europa vorgestellt: Ferrari krebst nicht im vorderen Mittelfeld herum, sondern sorgt bereits am Freitag mit guten Zeiten für Entzückung auf den Rängen. Entsprechend bejubelt wurde Michael Schumachers Bestzeit am Vormittag. Auch Felipe Massa konnte durchaus ansprechende Zeiten fahren. Die Leistung muss natürlich auch an den folgenden Tagen stimmen, doch Pessimismus ist bei Ferrari derzeit kaum anzutreffen.

"Wir sind zufrieden mit unserer heutigen Arbeit, die mich positiv stimmt", so Schumacher. "Ich habe keinen Grund, pessimistisch zu sein, auch wenn das nicht bedeutet, dass wir in den vergangenen Rennen langsam waren. Wir haben auf verschiedenen Gebieten Fortschritte gemacht und auch wenn das nur kleinere Dinge sind, so bedeuten sie insgesamt einen guten Schritt nach vorn."

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Der Rekordweltmeister glaubt weiterhin daran, dass Imola der Wendepunkt der Saison werden kann: "Das gesamte Paket arbeitet besser und das Auto ist folglich schneller. Ich denke, dass wir morgen um die Pole Position kämpfen können und ich glaube sogar, dass wir in den Kampf um den Sieg am Sonntag eingreifen können. Ich kann nur wiederholt sagen, dass ich optimistisch bin."

"Insgesamt bin ich zufrieden mit dem, was wir heute erreicht haben", äußerte sich auch Massa optimistisch. "Am Morgen hatten wir etwas Probleme, das richtige Setup zu finden, haben das Auto am Nachmittag aber verbessert. Ich habe in den zwei Stunden nur einen Reifensatz verwendet, um mich bestmöglich auf das Rennen vorzubereiten. Ich denke, es war ein guter Start für den Rest des Wochenendes. Ich freue mich, erstmals als Ferrari-Fahrer in Imola zu sein und hoffe, ich kann den Fans etwas geben, worüber sie jubeln können."

Neue Aerodynamik und bessere Motor funktionieren gut

Auch Technikchef Ross Brawn erkannte positive Anzeichen, die Testarbeit der Vorwochen habe sich gelohnt. "Die Fortschritte, die wir in Barcelona gesehen haben, wurden in den zwei Trainingsstunden bestätigt", erklärte er. "Das neue Aerodynamikpaket arbeitet besonders gut, auch der Motor. Gerade da hatten wir in den vergangenen zwei Rennen ein paar Probleme, aber nun herrscht hier wieder Normalität."

"Wir haben beide Reifentypen von Bridgestone verglichen und müssen nun die Daten anschauen, damit wir die richtige Wahl treffen", umriss er das Programm bei Ferrari am Freitag. "Beide Reifen scheinen für die Aufgaben gerüstet, was auch ein Zeichen dafür ist, dass wir auf diesem Gebiet Fortschritte machen."

"Wir freuen uns, hier in Imola vor so vielen Ferrari-Fans zu sein, dazu zählen auch die Mitglieder des 'Scuderia Ferrari Clubs', die Michael und Felipe auf ihrer Tribüne einen tollen Empfang gaben, als sie zur Begrüßung dort erschienen", so Rennleiter Jean Todt. "Ansonsten war es ein normaler Freitag, wir haben Reifen getestet und die Autos abgestimmt. Von dem, was wir bisher sehen konnten, ist die Kombination aus dem 248 F1 und den Bridgestone-Reifen konkurrenzfähig. Nun müssen wir daran arbeiten, vor dem Qualifying und dem Rennen einen weiteren Schritt zu machen."