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Dennis sieht gute Titelchancen für McLaren-Mercedes

27. April 2006 - 22:50 Uhr

Punktemäßig ist McLaren-Mercedes nach vier Rennen näher an Renault dran als vor einem Jahr, vom Speed her ist der Rückstand aber größer geworden

Ron Dennis
Ron Dennis sieht für sein Team in der Weltmeisterschaft noch alle Chancen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Jahr hatte McLaren-Mercedes beim Europaauftakt in Imola erstmals das schnellste Auto der Formel 1, ehe Kimi Räikkönen zu seiner großen Aufholjagd ausholte und so die anfangs sehr für Renault laufende Weltmeisterschaft noch einmal spannend machte. 2006 könnte die Saison einen ähnlichen Verlauf nehmen.

Davon geht zumindest der Teamchef der "Silberpfeile", Ron Dennis, aus: "Wir wissen genau, wie lang diese Weltmeisterschaft ist und wie viele Grands Prix sie umfasst", erklärte er gegenüber 'SpeedTV.com'. "Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir brauchen, sind aber sehr optimistisch, dass wir das Auto verbessern können. Natürlich nehmen sich das alle vor, aber hoffen wir mal, dass wir unser Auto schneller weiterentwickeln können als die anderen."

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Hoffnung schöpft der Brite daraus, dass McLaren-Mercedes von den Punkten her nach vier Rennen näher an Renault dran ist als vor einem Jahr: "Die Punkte sind sehr eng - und unterm Strich stehen wir besser da als vergangene Saison", so Dennis. "Wir haben vor, in nächster Zeit einige Dinge ans Auto zu bauen, die den Abstand zu Renault hoffentlich verringern werden. Ich sehe Renault nämlich als unseren Hauptkonkurrenten."

Der Rückstand der "Silberpfeile" auf Renault wurde zumindest in der Konstrukteurs-WM in Imola sogar um einen Zähler kleiner, womit derzeit 18 Punkte fehlen - drei weniger als vor einem Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Bei den Fahrern sieht es ähnlich aus: Stand es 2005 nach dem Grand Prix von San Marino zwischen Fernando Alonso und Räikkönen 36:7, so herrscht zwischen den beiden Kontrahenten momentan ein Punkteverhältnis von 36:18.

Dennis vertritt daher die Ansicht, dass seine Truppe nur die gleichen Schritte wie im Vorjahr in die Wege leiten muss, um ins WM-Rennen zurückzukehren. Man dürfe dabei nur "keine dummen Fehler" machen. Was der 58-Jährige jedoch nicht bedenkt: In den vergangenen Monaten hat McLaren-Mercedes einige jener Ingenieure verloren, die den MP4-20 2005 so rasant weiterentwickelten - allen voran Starkonstrukteur Adrian Newey.