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"Beschissener" Testtag für Webber und Williams

14. April 2006 - 20:27 Uhr

Wegen eines Unfalls am Morgen musste Mark Webber in Barcelona in das Auto von Alexander Wurz umsteigen - Schaden konnte in Grenzen gehalten werden

Mark Webber
Mark Webber kam heute Vormittag ohne seinen FW28 an die Box zurück
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So hatte sich das Williams-Team den letzten Testtag dieser Woche in Barcelona nicht vorgestellt: Wegen eines Unfalls in Kurve vier musste Mark Webber schon am Vormittag sein FW28-Chassis vorläufig abschreiben und in das Auto von Edelreservist Alexander Wurz umsteigen, der aus diesem Grund seinerseits nur auf 21 Runden kam und als Vorletzter gewertet wurde.

Webber, unterm Strich nach 83 Umläufen mit 1,412 Sekunden Rückstand immerhin noch Elfter, war entsprechend verärgert: "Heute war ein beschissener Tag", schimpfte er gegenüber 'autosport.com', "aber die bisherigen Tage dieses Tests waren dafür gut. Wir lernten viel über die Reifen und probierten Bridgestones neue Gummimischungen aus, die sehr gut sind. Es lief besser als in der Vergangenheit, daher kann man schon von einem guten Test sprechen."

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Webber konzentrierte sich auf Reifentests

Das sah auch Mike Condliffe, der Leiter des Williams-Testteams, so: "Mark hatte gleich zu Beginn des Vormittags einen Unfall. Ihm passierte zum Glück nichts, aber das Auto war ziemlich kaputt. Folglich stieg er in das andere Auto um, um einige Testergebnisse der Reifenmischungsevaluierungen für das Rennen hier in einigen Wochen zu verifizieren", gab der Brite zu Protokoll.

Und weiter: "Die Crew leistete tolle Arbeit und schaffte es, Marks Auto für den letzten Teil der Session noch einmal auf die Strecke zu bekommen", sagte Condliffe. "Leider kamen wir heute nicht so viel wie gewünscht zum Fahren, aber das neu geplante Programm gab uns dennoch eine Idee, in welche Richtungen wir nun zu entwickeln haben."

Cosworth plant eine neue Ausbaustufe

"Wir haben Vertrauen in die Performance des Triebwerks."
Simon Corbyn

"Viele Daten" konnte auch Cosworth sammeln - und zwar mit einer Standard- und einer Entwicklungsversion des CA2006-V8-Motors: "Die Analyse der Resultate wird nun über unsere Motorenstrategie für Imola und darüber hinaus entscheiden", erklärte Cosworth-Chefingenieur Simon Corbyn. "Wir haben Vertrauen in die Performance des Triebwerks. Die Herausforderungen dieser Woche machen uns nur noch hungriger auf eine erfolgreiche Saison."

Geplant ist nach aktuellem Stand der Dinge, dass Williams in Imola noch einmal jene Motoren einsetzen wird, die Webber und Nico Rosberg schon in Melbourne im Heck der FW28-Boliden hatten, obwohl sie diese laut Reglement auswechseln dürften. Allerdings denkt Cosworth darüber nach, den Europaauftakt mit denselben V8-Aggregaten wie bisher zu bestreiten, um dann am Nürburgring die verbesserte Ausbaustufe einsetzen zu können.