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Barrichellos Moral beginnt langsam zu leiden

06. April 2006 - 09:18 Uhr

Rubens Barrichello kennt die Ursache seiner Probleme bei Honda, ist aber weiterhin zuversichtlich - Moral beginnt jedoch langsam zu leiden

Rubens Barrichello
Rubens Barrichello hat seinen Honda RA106 noch nicht optimal im Griff
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Ursprünglich hatte sich Rubens Barrichello vorgenommen, 2006 um den WM-Titel mitzufahren, doch nach den ersten drei Rennen hat er mickrige zwei Punkte auf seinem Konto, liegt damit an zwölfter Position der Gesamtwertung. Damit sieht er nicht nur generell schlecht aus, sondern ganz besonders im direkten Vergleich mit seinem Teamkollegen Jenson Button.

Am vergangenen Wochenende wurde Barrichellos Frustration deutlich, als er am Funk seinem Renningenieur mitten im Grand Prix seinen Gemütszustand beschrieb und dabei den einen oder anderen Kraftausdruck verwendete. Aber: "Die Dinge sind nicht so schlecht, wie sie vielleicht aussehen", gab der Honda-Pilot einige Tage nach dem Rennen zu Protokoll. "Ich bin sicher, dass ich mich schon sehr bald wieder aufrappeln kann."

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"Um ganz klar zu sein und eine lange Geschichte auf das Wesentliche zu reduzieren: Ich kann nicht auf die Bremse steigen, wenn ich mich gerade in einer Kurve befinde, und wenn ich sehe, dass ich in einer Kurve Zeit verliere, dann steige ich mehr auf das Gaspedal, aber damit kommt die Traktionskontrolle nicht zurecht. Ich habe versucht, Bremsen und Gas sanfter zu bedienen, aber daran muss man sich eben erst einmal gewöhnen", erklärte er.

"Wir sind gerade dabei, eine Lösung auszutüfteln."
Rubens Barrichello

"Viele Leute fragen mich, warum ich dann bei den Wintertests so schnell war. Nun ja, bei den Wintertests ist die Haftung höher, außerdem hat man mehr aerodynamischen Abtrieb, weshalb die Räder weniger blockieren. Da konnte ich voll auf das Gas und die Bremsen steigen", so Barrichello. "Wir sind aber gerade dabei, eine Lösung auszutüfteln. Das Team hat mir sehr geholfen, denn sie bemühen sich, meine Situation aus der Welt zu schaffen."

Die Funksprüche des Brasilianers am vergangenen Wochenende brachten seine derzeitige Gefühlslage recht gut auf den Punkt, auch wenn er sich nach außen hin bemüht, den Entspannten zu spielen. Aber: "Die Leute fragen mich, wie es um meine Moral bestellt ist. Ganz ehrlich: Sie ist nicht besonders gut, aber das Wichtigste ist, dass sich an meiner Zuversicht nichts geändert hat", meinte der ehemalige Ferrari-Pilot abschließend.