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Williams rüstet bereits vor Malaysia erstmals auf

13. März 2006 - 20:35 Uhr

Nach der starken Vorstellung in Bahrain legt Williams schon für Malaysia erste Modifikationen nach - Rosberg und Webber mit Außenseiterchancen

Nico Rosberg
Nico Rosberg gilt nach seiner Leistung in Bahrain als Geheimfavorit auf ein Podium
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Kombination Williams-Cosworth wurde schon während der Wintertestfahrten stark eingeschätzt, doch dass Nico Rosberg und Mark Webber am vergangenen Wochenende in Bahrain die schnellsten Autos auf der Strecke waren, wenn sie frei fahren konnten, kam doch einigermaßen überraschend. Im Jahr eins nach BMW scheint das Traditionsteam wieder voll da zu sein.

In Malaysia stehen die Chancen von Rosberg und Webber vielleicht sogar noch besser, schließlich sollte es dem FW28 in der Tropenhitze leichter fallen, die Bridgestone-Reifen auf Temperatur zu bringen und damit voll auszuschöpfen - das Toyota-Phänomen ist angeblich auch bei Williams in abgeschwächter Form durchaus bekannt. Sollte alles gut laufen, könnte das zweite Saisonrennen sogar einen Podestplatz für die Briten hervorbringen. Dafür sollen auch einige neue Teile sorgen: überarbeitete Seitenkästen und Kaminauspuffrohre sowie neue mechanische Komponenten.

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Rosberg kennt die Strecke in Sepang noch nicht

Nico Rosberg: "Ich bin noch nie in Sepang gefahren, daher muss ich die Strecke lernen, auch wenn ich im Training mehr fahren werde als in Bahrain, um mich gut vorzubereiten. Am Simulator habe ich die Strecke schon kennen gelernt - ich denke, sie wird mir gefallen. Es wird ziemlich heiß, weshalb es ein gutes Rennen für uns werden sollte, speziell wegen der Reifen. Sobald ich einmal in Malaysia bin, werde ich nicht so viel trainieren können wie erhofft, weil ich am Mittwoch einen Shop unseres Sponsors 'Oris' eröffnen werde. Ich werde also versuchen, mich so schnell wie möglich auf die Bedingungen anzupassen - und das Fahren kann ich sowieso nicht mehr erwarten."

Mark Webber: "Malaysia ist für die Fahrer und die Autos immer eine harte Prüfung. Das Wetter ist traditionell warm, aber es kann auch sehr wechselhaft sein. Die Strecke ist absolut fabelhaft, denn es gibt alle möglichen Kurventypen. Es macht Spaß, dort zu fahren. Für uns ist es das zweite Rennen des Jahres, und nach dem positiven Resultat von Bahrain hoffe ich, dass wir wieder vorne mitmischen werden."

Michael stellt sich auf ein Regenrennen ein

Alexander Wurz
Alexander Wurz wird auch in Malaysia am Freitag im dritten Williams sitzen
© xpb.cc

Sam Michael, Technischer Direktor: "In Malaysia ist der durchschnittliche Niederschlag von allen Strecken am höchsten, ganz im Gegensatz zu Bahrain, wo wir gerade gefahren sind. Mit Temperaturen von 40 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit sind tropische Gewitter zu dieser Zeit des Jahres ganz normal. Hohe Temperaturen haben einen Einfluss auf das Setup und auf die Reifenwahl, weil bei Hitze die Rundenzeiten in der Regel schneller langsamer werden."

"Sepang hat drei langsame Kurven und vier Geraden, in denen man Motorleistung benötigt. Der Luftwiderstand ist eher gering. Für die Fahrer ist es eine herausfordernde Strecke mit vielen Richtungsänderungen in den langsamen Kurven. Klar ist aus den vergangenen Jahren auch, dass man an verschiedenen Stellen ganz gut überholen kann. Für den FW28 haben wir einige aerodynamische Verbesserungen. Das sind die ersten Updates unseres geplanten Entwicklungsprogramms."

Belastung für die Reifen besonders hoch

"Bridgestone wird zwei verschiedene Reifentypen mitbringen, aus denen wir einen auswählen müssen, aber diese wurden bereits intensiv getestet. Durch die schnellen Kurven ist die Last auf den Reifen relativ hoch, also ist es wichtig, da die richtige Entscheidung zu treffen. Unsere Qualifikations- und Boxenstoppstrategie wird interessant, da wir die Resultate der neuen Qualifikation in Bahrain gesehen haben, und wahrscheinlich wird es wieder einige Überraschungen geben. Wir fahren nach der exzellenten Performance des FW28 sehr aggressiv nach Malaysia und wollen gemeinsam mit unseren Partnern Cosworth und Bridgestone eine gute Leistung abliefern."

Simon Corbyn, Chefrenningenieur von Cosworth: "Der malaysische Grand Prix ist einer der härtesten für die Formel-1-Motoren. Die hohen Temperaturen stellen die Obergrenze dar, die wir während einer Saison erwarten, und dadurch werden die Motoren und die Systeme am Limit sein. Zum Glück gibt es bei Cosworth und Williams keine gravierenden Bedenken hinsichtlich der Installation zwischen CA2006-Motor und FW28-Chassis. Dieses Jahr stehen wir zudem vor dem ersten zweiten Rennen für die neuen V8-Motoren. Die Zuverlässigkeit der Motoren wird ein signifikanter Faktor sein, sowohl hinsichtlich der Startaufstellung als auch für das Rennresultat."