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Toyota in Bahrain noch im Lernprozess

10. März 2006 - 14:45 Uhr

Kein Grip für Toyota: Ralf Schumacher und Jarno Trulli fanden sich in der Zeitenliste sehr weit hinten wieder - Hitze stellt Toyota vor Probleme

Jarno Trulli
Jarno Trulli musste 15 Minuten vor Trainingsende seine Arbeiten beenden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach den nicht gerade berauschenden Wintertestzeiten von Toyota erwartete man nicht allen Ernstes Spitzenergebnisse in Bahrain, doch die Positionen 22. (Ralf Schumacher / 3,817 Sekunden zurück) und 24 (Jarno Trulli / 4,545 Sekunden Rückstand) enttäuschten dann doch auch die eingefleischten Toyota-Fans. Noch aber schrillen die Alarmglocken bei den Japanern nur in leiser Lautstärke. Ein Elektronikproblem bei Trulli am Nachmittag trübte die Stimmung aber zusätzlich.

Man befinde sich eben noch inmitten eines Lernprozesses, wenn es um das Fahren in warmen Bedingungen geht. "In diesem Jahr fährt zwar nicht mehr Ricardo Zonta an den Freitagen, mein Programm war aber dennoch nicht großartig anders", erklärte Ralf Schumacher. "In der ersten Sitzung fuhren wir nicht viel, denn da war die Strecke am schmutzigsten. Am Nachmittag aber konnten wir unser Programm durchziehen und einige nützliche Daten sammeln."

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"Unsere Rundenzeiten bewegten sich hinter einigen anderen, aber wir lernen noch, wie man das Beste aus dem Paket bei diesen warmen Bedingungen holt", fuhr er fort. "Gegenüber dem Auto des Vorjahres gibt es viele Veränderungen und all unsere Testfahrten fanden bisher bei niedrigeren Temperaturen statt. Wir werden die Daten heute Nacht analysieren, um unsere Reifenwahl für die kommenden zwei Tage zu treffen."

Toyota hat noch Hoffnung für den Rest des Wochenendes

Für Jarno Trulli lief es noch schlechter. "Es ist schade, dass ich die Arbeit am Nachmittag nicht beenden konnte", so der Italiener. "Der Kurs war zu Beginn sehr schmutzig, daher fuhren wir - wie die meisten Teams - erst in der zweiten Session. Ich begann gerade einen Longrun, als ein Elektronikproblem meine Sitzung abrupt beendete. Es war nicht der beste Tag, aber immerhin konnten wir einige Daten sammeln, mit denen wir uns auf morgen vorbereiten. Dann wird ein neues Qualifyingsystem kommen, aber ich werde das wie immer angehen."

Auch Mike Gascoyne, der Technische Direktor des Teams, sprach von "einem schwierigen Tag" für Toyota. "Wir hatten ein sehr konservatives Programm für die beiden Trainings", erklärte er. "Leider legte ein Elektronikproblem Jarnos Auto lahm, ehe er richtig fahren konnte. Ralf konnte sein eingeschränktes Programm abspulen, aber ich denke, wir müssen bis morgen warten, um die wahre Kräfteverteilung zu sehen."

"Für uns ist es eine neue Situation, ohne ein drittes Auto am Freitag zu fahren, aber da wir zu den vier besten Teams gehören, müssen wir lernen, damit umzugehen", fuhr der Engländer fort. "Wir hatten heute Probleme mit dem Grip und damit, die Reifen richtig zum Arbeiten zu bringen. Aber einige andere Bridgestone-Teams waren konkurrenzfähig unterwegs, das stimmt uns hoffnungsvoll."