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Stoddarts Bewerbung für 2008 ist bereits eingereicht
Ein Mann der Tat: Vergangene Woche trauerte Paul Stoddart der Formel 1 noch nach, heute wurde bekannt, dass er für die Saison 2008 genannt hat
(Motorsport-Total.com) - Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass Paul Stoddart sein Minardi-Team an Red Bull verkauft hat, da spielt er schon wieder mit dem Gedanken an ein Comeback - und das konkreter als zunächst angenommen: Wie heute bekannt wurde, hat er sich als 'European Minardi F1 Team' offiziell bei der FIA für die Weltmeisterschaft 2008 eingeschrieben.
Das Einreichen des Anmeldeformulars bedeutet nicht zwingend, dass der Kettenraucher in zwei Jahren wieder mit einem eigenen Rennstall in der Königsklasse des Motorsports vertreten sein wird, doch er bewirbt sich damit zumindest in aller Form um einen der zwölf Startplätze. Auch die elf derzeit aktiven Teams haben ihre Anmeldungen, die bevorzugt behandelt werden, bereits eingereicht, weshalb Stoddart momentan sozusagen auf dem Wackelstuhl sitzt.
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Stoddart gegen Richards und Penske um einen Slot?
Neben Renault, McLaren-Mercedes, Ferrari, Toyota, Williams, Honda, Red Bull Racing, dem BMW Sauber F1 Team, MF1 Racing, der Scuderia Toro Rosso und Super Aguri hegen bekanntlich auch einige Privatiers recht konkrete Ambitionen, 2008 an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Beispiele gefällig? David Richards, der dafür sogar eine eigene Fabrik bauen will, sowie Gerüchten zufolge auch Roger Penske, Misato Haga und eben Stoddart.
Letzterer hätte die nötige Grundausstattung für ein zweites Formel-1-Leben jedenfalls schon beisammen: "Wir haben die Autos, mit denen wir vergangenes Jahr in Melbourne gefahren sind, und wir haben eine Fabrik", sprach der 50-Jährige seine Ex-Minardi-Anlage im britischen Ledbury an. "Abwarten, was passiert. Kann sein, dass es nicht klappen wird, aber mir fehlt die Formel 1 im Moment ganz schrecklich."
Auf die PS05-Chassis' der zweiten Saisonhälfte 2005 kann er übrigens nicht bauen, weil diese Gegenstand des Übernahmevertrags mit Red Bull waren, doch die Modelle des Typs PS04B liegen nach wie vor in seinem Besitz. Dass es nicht unmöglich ist, mit so alten Autos an den Start gehen, beweist ja im Moment das Super-Aguri-Team, welches seine Boliden des Jahrgangs 2002 übrigens bei Stoddart gekauft hat.
Planungen könnten jederzeit beginnen
Daher sieht sich der Australier im Moment "in einer besseren Position als jeder andere", was seine Bewerbung für einen Startplatz angeht, "abgesehen natürlich von den derzeitigen Formel-1-Teams. Ich fand es sehr schwierig, bei den ersten beiden Rennen nur Zuschauer zu sein, und ich will wieder zurück", gab er zu Protokoll. Angeblich soll er deshalb sogar schon mit einigen Geschäftspartnern Kontakt aufgenommen haben, um mit der Planung des Projekts zu beginnen.
Abhängig ist seine Entscheidung aber letztendlich von der Zu- oder Absage der FIA, die von allen eingegangenen Bewerbungen zwölf aussuchen wird. Und genau das könnte Stoddart zum Verhängnis werden: Max Mosley, Präsident der FIA, gilt seit Jahren als einer seiner Erzfeinde und war froh darüber, dass sich dieses Problem dank Red Bull von selbst erledigt hat. Ein Comeback Stoddarts würde ihm wohl überhaupt nicht schmecken...










