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Montagny: "Renault hat keine Schwächen"

23. März 2006 - 16:40 Uhr

Der Ex-Renault-Testfahrer sieht keinen Grund, warum Renaults Erfolgsserie in der Formel 1 von heute auf morgen beendet sein sollte

Franck Montagny
Franck Montagny sieht Renault auch auf längere Sicht als das Maß der Dinge an
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Gewinn der Weltmeisterschaften 2005 hielt Renault in der Winterpause auf Kurs. Unbeirrt von den Aktivitäten der Konkurrenzteams zog man den eigenen Plan durch. Dieser sah erst ein sehr spätes Streckendebüt des neuen Achtzylindertriebwerks vor, während die Konkurrenz größtenteils schon einige tausend Kilometer mit den Neukreationen zurückgelegt hatte.

Im Nachhinein betrachtet hat Renault alles richtig gemacht, denn beide Auftaktrennen konnte man doch recht souverän gewinnen. Franck Montagny, bis Ende 2005 Testfahrer bei Renault, sieht Renault nicht als überlegen an, erkennt aber auch keinen Grund, warum die Franzosen plötzlich ins Straucheln geraten sollten. "Ich sehe keinen Bereich, in denen sie sehr viel besser als die anderen sind", so der Franzose gegenüber 'GP2006.com'.

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"Ich denke nicht, dass es ein Gebiet gibt, auf dem sie unantastbar sind, aber ich weiß auch, dass sie keine Mängel haben", fuhr er fort. "Ich erkenne auch keine schweren Fehler. Das Team ist sehr harmonisch, stark und kompakt. Sie stechen nicht bei einer Sache besonders heraus, aber sie sind in allem wirklich verdammt gut, sind immer und überall vorn dabei."

Eine Stärke bei Renault sei es zudem, das eigene Personal sehr breit aufzustellen, sodass Abgänge recht leicht zu verkraften sind. "Wenn jemand geht, dann ist das nicht der Todesstoß", so Montagny, der derzeit als Testfahrer für Super Aguri engagiert ist, aber bisher nicht zum Fahren kam. "In diesem Winter gingen auch einige, aber andere, die im Unternehmen ausgebildet wurden, rückten nach."

Mit dem speziellen Führungsstil von Teamchef Flavio Briatore habe der Erfolg der vergangenen Monate aber kaum etwas zu tun. "Man darf nicht vergessen, dass Renault eine Formel-1-Geschichte hat", fuhr er fort. "Man stößt ein Formel-1-Projekt an, kommt zurück und 'Bang!', man gewinnt. Das liegt aber nicht an der Ära Briatore, das war auch schon zuvor so."