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MF1 Racing: Zuversicht und Wunsch nach Regen

29. März 2006 - 10:33 Uhr

Das russische Team kämpfte bei den ersten Rennen mit technischen Problemen, die man nun jedoch gelöst zu haben scheint - Fahrer freuen sich auf Melbourne

Christijan Albers und Tiago Monteiro
Christijan Albers und Tiago Monteiro freuen sich auf das Rennen in Melbourne
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den bisherigen beiden Rennen hatte MF1 Racing mit diversen mechanischen Problemen zu kämpfen, zuletzt in Malaysia mussten deshalb beide Fahrer manuell starten, um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Der russische Rennstall ist jedoch zuversichtlich, die Probleme in der Zwischenzeit ausgeräumt zu haben und beim letzten der drei Überseerennen zu Saisonbeginn in Melbourne besser zurechtzukommen.

Tiago Monteiro und Christijan Albers, die an diesem Wochenende wieder von Markus Winkelhock als Freitagstester unterstützt werden, freuen sich auf das Rennen im Albert Park, auch wenn sie unterschiedliche Erinnerungen mit dem Australien-Grand-Prix verbinden: "Ich liebe diese Stadt, und ich habe sehr schöne Erinnerungen an diese Strecke. Hier habe ich schließlich im vergangenen Jahr mein Formel-1-Debüt gefeiert", berichtet Monteiro.

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Passt Melbourne besser zum MF1-Boliden?

Albers dagegen hat keine guten Erinnerungen an Melbourne: "Im Gegensatz zu Tiago sind meine ersten Erinnerungen an diese Strecke nicht so schön! Ich musste früh im Rennen mit Antriebsproblemen aufgeben, deshalb vergesse ich das lieber", berichtet der Holländer. Dennoch fiebert er dem Rennen entgegen: "Ich freue mich wirklich auf das diesjährige Rennen, und darauf, zusammen mit dem Team noch mehr Leistung aus dem Auto zu holen. Ich denke wirklich, dass wir hier besser aussehen werden, denn unser Auto tendiert dazu, auf dieser Art Strecke besser zu arbeiten", ist Albers zuversichtlich.

"Die Zuschauer werden dieses Rennen genießen, und wir hoffentlich auch."
Christijan Albers

"Dieser Kurs ist hart für die Bremsen, und unsere Stabilität während des Bremsvorgangs verbessert sich ständig, deshalb denke ich, dass ich einige gute Kämpfe haben werde", erklärt der 26-Jährige seine Zuversicht. "Es sollte einige Rad-an-Rad-Duelle geben, mit einer Menge an Überholmöglichkeiten. Die Zuschauer werden dieses Rennen genießen, und wir hoffentlich auch", meint Albers abschließend.

Beliebter Straßenkurs

Auch Monteiro freut sich auf den Grand Prix: "Ich mag Straßenkurse - dieser und Monaco sind die beiden einzigen im Kalender, die öffentliche Straßen verwenden -, weil sie keine Fehler verzeihen und den Fahrern die Möglichkeit geben, eine größere Rolle zu spielen", berichtet der Portugiese. Auch er glaubt, dass der Kurs im Albert Park seinem Auto entgegenkommen sollte: "Ich denke außerdem, dass diese Strecke ein bisschen besser zu unserem Auto passt als die beiden vergangenen."

"Ich mag Straßenkurse, weil sie keine Fehler verzeihen."
Tiago Monteiro

"Abtrieb ist nach wie vor ein wichtiger Faktor, aber die Gewichtung der Effizienz auf gerader Strecke ist nicht mehr ganz so groß", äußert sich der 29-Jährige zu den Anforderungen der Strecke. "Wir haben in diesem Bereich seit dem vergangenen Jahr große Fortschritte erzielt, aber in der Formel 1 steht niemand still, und wir haben nach wie vor einige Arbeit zu tun. Aber wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und das Auto so läuft, wie es soll, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir hier ein wesentlich besseres Rennen haben können."

Zweiter Freitagseinsatz

Nach seinem Debüt im Formel-1-Zirkus beim Saisonauftakt in Bahrain steuert Markus Winkelhock an diesem Wochenende im Freien Training am Freitag wieder den dritten MF1-Boliden, nachdem in Malaysia Giorgio Mondini diese Aufgabe übernommen hatte. "Die Situation ist ähnlich wie in Bahrain, ich war vorher noch nie hier, daher ist alles neu", berichtet er Deutsche. "Ich habe versucht, mich mit einigen Runden auf der Playstation und dem Schauen einer Videoaufzeichnung des Rennens im vergangenen Jahr mit der Strecke vertraut zu machen, und ich glaube, dass das wirklich hilfreich war", erklärt der 25-Jährige seine Vorbereitung.

"Außerdem werde ich einige Runden zu Fuß oder auf dem Rad drehen, um mir alle Kurven genau anzusehen, das wird hoffentlich diesen Prozess ein bisschen beschleunigen", berichtet Winkelhock weiter. "Ich werde es auf meinen ersten Runden langsam angehen lassen müssen, denn im Gegensatz zu Bahrain gibt es hier keine weiten Auslaufzonen - die Mauern sind recht nahe an der Strecke, deshalb kann man sich keine Fehler erlauben. Ich mag zwar bisher noch nie hier gefahren sein, aber rein vom Ansehen her habe ich das Gefühl, dass mir diese Strecke gefallen wird", meint der Deutsche abschließend.

Regen als Chance für MF1 Racing?

Auch Dominic Harlow, der Technische Leiter des Renn- und Testteams, sieht sein Team in Melbourne mit anderen Bedingungen konfrontiert, als noch in Bahrain oder Malaysia: "Aus technischer Sicht stellt Melbourne eine andere Herausforderung im Vergleich zu den vorangegangenen beiden Rennen dar. Es ist ein Straßenkurs, der speziell für dieses Wochenende errichtet wird, deshalb stellt das seine ganz eigenen Anforderungen an die Autos und Fahrer. Die Strecke neigt dazu, zu Beginn relativ rutschig zu sein und sich dann während dem Wochenende deutlich zu verbessern."

"Das Wetter ist normalerweise unvorhersagbarer als an den meisten anderen Strecken."
Dominic Harlow

"Wir haben für diese Veranstaltung einige neue Teile, deshalb sind wir zuversichtlich, unsere Leistung ein bisschen verbessern zu können, sowohl was den Motor angeht, als auch das Chassis", berichtet Harlow weiter. "Das Wetter ist normalerweise unvorhersagbarer als an den meisten anderen Strecken. Wenn es also Regen geben sollte, sind wir uns sicher, aus derartigen Bedingungen einen Vorteil ziehen zu können", hofft Harlow auf wechselnde Bedingungen, die das Feld durcheinander wirbeln könnten.