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Die wichtigsten Regeländerungen im Überblick

06. März 2006 - 13:54 Uhr

Am kommenden Freitag beginnt die neue Formel-1-Saison mit neuen Regeln - Motoren, Qualifying und Reifen sind die am stärksten veränderten Bereiche

Tankanlage
Das Betanken bleibt auch im Qualifying einer der entscheidendsten Faktoren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Der Automobilweltverband FIA hat für die Saison 2006 in der Formel 1 einige gravierende Regeländerungen beschlossen. Die weitreichendsten Neuerungen für die Techniker birgt das neue Motorenreglement mit 2,4-Liter-V8- gegenüber den zuvor verwendeten 3,0-Liter-V10-Motoren. Augenfälligste Änderungen für die Zuschauer sind der neue Qualifikationsmodus und die Wiedereinführung der Reifenwechsel während des Rennens.

Motoren:

Die FIA schreibt ab der Saison 2006 die Verwendung von V8-Motoren mit maximal 2,4 Litern Hubraum vor und schränkt zudem die Verwendung einiger exotischer Materialien weiter ein. Gegenüber den bisherigen V10-Triebwerken werden die neuen Motoren zu Beginn der Saison rund 200 PS weniger Leistung entwickeln. Wie bisher müssen die Triebwerke zwei aufeinander folgende Rennwochenenden überstehen. Im Falle eines Motorwechsels gibt es je nach Zeitpunkt des Wechsels die bekannten Strafen (Abzug von zehn Startplätzen beziehungsweise Start vom Ende des Feldes).

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Die FIA will mit dem neuen Reglement die Autos langsamer machen und die Kosten senken. Die Scuderia Toro Rosso nutzt jedoch eine Sonderklausel im neuen Reglement und fährt aus Kostengründen mit einem in der Leistung reduzierten alten Zehnzylinder. Durch das neue Motorenformat mussten die Teams komplett neue Autos konstruieren. Auffälligstes Merkmal an fast allen Boliden sind die schmaleren Seitenkästen.

Qualifying:

Die Startaufstellung wird ab sofort in einem neuen Dreiphasensystem ermittelt. In den ersten 15 Minuten sind alle 22 Autos auf die Strecke und dürfen frei fahren. Die sechs langsamsten Fahrer scheiden nach Ablauf der 15 Minuten aus uns belegen die Startplätze 17 bis 22, die Zeiten der verbleibenden Piloten werden gestrichen.

Nach fünf Minuten Pause findet eine zweite 15-minütige Phase statt, nach der wieder die sechs langsamsten Piloten ausscheiden und die Startplätze elf bis 16 erhalten. Die verbleibenden zehn Fahrer fahren dann nach weiteren fünf Minuten Pause in 20 Minuten die Pole Position und die Startplätze zwei bis neun aus.

Etwas kompliziert ist die Tankregel: Für die ersten beiden Phasen ist die Benzinmenge freigestellt. Alle Fahrer, die in diesen beiden Runden ausscheiden, dürfen für das Rennen am Sonntag neu betankt werden. Die besten zehn Piloten müssen in der dritten Phase mit der Benzinmenge fahren, mit der sie auch ins Rennen gehen wollen. Die Autos werden vor der letzte Qualifikationsphase gewogen, nur die verbrauchte Benzinmenge darf wieder aufgefüllt werden.

Reifen:

Ab sofort dürfen während des Rennens wieder beliebig oft die Reifen gewechselt werden, nachdem die Fahrer 2005 noch mit einem Reifensatz Qualifikation und Rennen bestreiten mussten. Damit müssen die Reifen nur noch rund 100 statt wie zuvor 300 Kilometer halten, was die Verwendung von weicheren und schnelleren Gummimischungen erlaubt.

Die Piloten können wie bisher aus zwei verschiedenen Reifensorten für trockene Fahrbahn und zwei Regenpneus auswählen. Die Menge der Pneus, die zur Verfügung steht, wurde deutlich erhöht: Jeder Fahrer erhält pro Wochenende insgesamt sieben Sätze Trockenreifen, die theoretisch auch zum Einsatz kommen dürfen. Für Schlechtwetter erhält der Fahrer zusätzlich insgesamt sieben Sätze verschiedener Regenreifen. Die Entscheidung, mit welcher Sorte Trockenreifen das Rennen bestritten werden soll, muss am Samstag vor dem Qualifying getroffen werden.