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Barrichello hat noch Probleme mit den Michelin-Reifen

26. März 2006 - 15:00 Uhr

Der Brasilianer muss sich bei Honda erst noch eingewöhnen - vor allem die für ihn neuen Michelin-Pneus bereiten ihm noch Schwierigkeiten

Rubens Barrichello
Die Michelin-Reifen bereiten Rubens Barrichello noch große Probleme
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Rubens Barrichello begann die Saison 2006 enttäuschend, in den ersten beiden Rennen für Honda konnte der Brasilianer keinen einzigen WM-Punkt einfahren, und auch der Rückstand auf seinen Teamkollegen Jenson Button war in Bahrain und Malaysia enorm. Barrichello führt seine schwachen Leistungen auch darauf zurück, dass er sich erst an seine neue Umgebung bei Honda im Allgemeinen, und an die für ihn neuen Michelin-Reifen im Speziellen einstellen muss.

"Das stimmt, ich finde es schwierig, mich an die Michelin-Reifen zu gewöhnen", meinte Barrichello gegenüber der italienischen 'Corriere dello Sport'. Der Brasilianer, der vor seinem Wechsel zu Honda sechs Jahre lang für Ferrari mit Bridgestone-Reifen unterwegs war, fährt in dieser Saison zum ersten Mal mit den französischen Pneus.

Anderes Verhalten in der Hitze

"Ich finde es schwierig, mich an die Michelin-Reifen zu gewöhnen."
Rubens Barrichello

"Das kommt auch daher, weil wir im Winter nicht unter den gleichen heißen Bedingungen, die wir in Bahrain und Malaysia hatten, getestet haben", erklärt der 33-Jährige weiter. "In heißen Temperaturen verhalten sich die Michelin-Reifen deutlich anders als die Bridgestones", hat Barrichello eine weitere Schwierigkeit entdeckt. Damit konnte er sich bei den Wintertestfahrten zwar auf die Michelin-Pneus unter relativ kühlen Bedingungen einstellen, jedoch nutzten ihm dies Erkenntnisse bei den Hitzerennen nur wenig.

Allerdings will der Brasilianer seinen schlechten Start nicht nur auf die Reifen schieben: "Es ist das ganze System, das ich verinnerlichen muss - der Motor, die Traktionskontrolle - während mein Teamkollege das alles bereits kennt", stimmt Barrichello seinem Teamchef Nick Fry zu, der jüngst erklärte, man müsse dem Honda-Neuling noch einige Rennen Zeit geben, um sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen.

Der Wechsel auf V8-Motoren hat laut Barrichello ebenfalls seine Eingewöhnung erschwert, da dies eine weitere bedeutende Änderung darstellte, die allein bereits einer Eingewöhnung bedurfte: "Für mich haben sich viele Dinge geändert, und im Moment ist alles komplexer", sagte der Brasilianer abschließend.