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Bei MF1 Racing stimmt derzeit nur die Zuverlässigkeit

15. Februar 2006 - 10:13 Uhr

Der neue M16 scheint zwar zuverlässig zu sein, verhält sich aber beim Bremsen bockig und hinkt daher den Rundenzeiten der Konkurrenz hinterher

James Key
James Key weiß, dass MF1 Racing noch einiges an Arbeit vor sich hat
© MF1 Racing

(Motorsport-Total.com) - Vier Testtage legte das MF1-Racing-Team bisher mit dem neuen M16 zurück, doch den Stein der Weisen hat die russisch-britische Truppe offensichtlich noch nicht entdeckt. Im Gegenteil: Die Kreation von James Key hinkt der Konkurrenz hoffnungslos - im Schnitt um drei Sekunden - hinterher, weshalb Super Aguri beim Auftaktrennen in Bahrain wohl der einzige Gegner werden dürfte.

Immerhin scheint die Zuverlässigkeit zu passen: "Das ist eine große Erleichterung, denn eines unserer Ziele ist, unsere solide Statistik hinsichtlich der Zielankünfte aus dem Vorjahr zu wiederholen", so Key, der übrigens der jüngste Technische Direktor der Formel 1 ist. "Die Kühlung funktioniert wie erwartet und die Daten von Chassis und Aerodynamik sind so, wie wir sie vorhergesagt hatten, auch wenn man diese Dinge immer wieder neu evaluieren muss."

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Damit hat es sich aber auch schon mit den positiven Erkenntnissen der ersten knapp 2.000 Testkilometer, die der M16 auf dem Buckel hat - speziell das Handling bereitet den Fahrern momentan Kopfzerbrechen: Wegen der veränderten Radaufhängungen ist das Auto auf der Bremse schwierig zu kontrollieren, was wiederum beim Einlenken eine Menge Zeit kostet. Aufgrund der neuen 2,4-Liter-V8-Motoren wäre es aber besonders wichtig, Geschwindigkeit durch die Kurven mitzunehmen.

"Uns war von Anfang an bewusst, dass das Auto einige einzigartige Handlingeigenschaften besitzen könnte."
James Key

"Das Auto macht in etwa das, was wir erwartet haben, aber gleichzeitig muss man sagen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, denn wir müssen noch Performance finden", gab Key zu. "Uns war von Anfang an bewusst, dass das Auto einige einzigartige Handlingeigenschaften besitzen könnte, und das hat sich beim Testen bestätigt. An diesem Punkt müssen wir nun ansetzen und weiterentwickeln, und daran wird in der Fabrik intensiv gearbeitet."

"Jetzt, wo wir mit dem Auto testen können, haben wir die Entwicklungsrichtungen entdeckt, in die wir in verschiedenen Bereichen gehen müssen", fuhr der Brite fort. "Für den Test in Valencia bekommen wir einige neue Teile - einige davon waren ohnehin geplant, einige wurden aber auch folglich der in Jerez gewonnenen Erkenntnisse neu entwickelt. Wir haben auch ein paar Ideen hinsichtlich des Setups, und mit den Reifentests können wir noch mehr ins Detail gehen."