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Williams enthüllt den FW28 und neue Farben

27. Januar 2006 - 15:41 Uhr

Das Williams-Team hat heute in Grove den neuen FW28 präsentiert - Design folgt aktuellen Trends - Farbschema weiterhin in Dunkelblau und Weiß

Williams-Cosworth FW28
Dieses Auto soll Williams 2006 wieder den einen oder anderen Sieg einbringen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Alles neu bei Williams: Der einstige Erfolgsrennstall hat heute Nachmittag in der Fabrik in Grove den neuen FW28 präsentiert, mit dem das Team in eine neue Ära aufbrechen will. Neben einem neuen Logo, drei neuen Fahrern, dem neuen Motorenhersteller Cosworth, dem neuen Reifenpartner Bridgestone und zahlreichen neuen Sponsoren wurde dabei auch ein leicht verändertes Farbschema enthüllt.

Obwohl sich Williams vom langjährigen Partner BMW getrennt hat, setzt man auch in der Saison 2006 auf die Grundtöne Dunkelblau und Weiß, welche wegen der Großsponsoren 'Royal Bank of Scotland' und 'Allianz' vorgegeben sind. Darüber hinaus erscheinen aber auch neu an Bord gekommene Firmen wie die indische 'Tata'-Gruppe und der finnische Energydrink-Hersteller 'Battery' auf dem Auto. Nur die prominente Werbefläche auf den Seitenkästen erstrahlt derzeit noch in einem jungfräulichen Weiß.


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Deutscher ist für das Design des FW28 verantwortlich

In Sachen Design ist der deutsche Chefkonstrukteur Jörg Zander, der erst seit August 2005 für Williams arbeitet, weitgehend den derzeit geläufigen Trends gefolgt: Die Fahrzeugnase ist relativ schmal und liegt beinahe auf dem geschwungenen Frontflügel auf, die Seitenkästen verjüngen sich zum Unterboden hin stark, die Airbox wurde mit einem quer aufgesetzten Luftleitblech versehen und das nach hinten sehr spitze Heck konnte dank des schlanken Cosworth-V8-Motors relativ kompakt gestaltet werden.

"Ich erwarte von diesem Auto Siege - nicht weniger!"
Patrick Head

Neben den Cockpitwänden stechen vor allem Luftleitbleche im Stile des neuen Honda RA106 ins Auge, die jedoch wesentlich kleiner geraten sind als bei der Konkurrenz aus Japan. Dafür sind die seitlichen Barge-Boards vor den Kühllufteinlässen der Seitenkästen größer als bei den meisten anderen Teams, die bisher ihre neuen Boliden vorgestellt haben. Insgesamt macht der FW28 optisch einen konventionellen, aber aufgeräumten Eindruck.

Einem weiteren Formel-1-Trend folgte das britische Team, das 2005 erstmals seit fünf Jahren keinen Grand Prix gewonnen hat, mit der Implementierung einer so genannten Nullkiel-Variante, weil sich diese als aerodynamisch besonders günstig herausgestellt hat. Mindestens genauso radikal wurde die Gewichtsverteilung verändert, um den Anforderungen der Bridgestone-Reifen möglichst gerecht zu werden.

Michael sagt den Herstellerteams den Kampf an

"Es war sehr interessant, an diesem Auto zu arbeiten."
Sam Michael

"Der FW28", erklärte Technikchef Sam Michael, "trägt die Last auf seinen Schultern, Williams wieder an die Spitze des Feldes bringen zu müssen. Es gibt in der Formel 1 viele gute Teams, aber es ist einfach, sie zu schlagen: mit einem schnelleren Auto! Durch die neue aerodynamische Zielsetzung unterscheidet sich das Design stark von den Vorgängermodellen, auch wegen der Neuzugänge Cosworth und Bridgestone. Es war jedenfalls sehr interessant, an diesem Auto zu arbeiten."

Was Änderungen außerhalb des aerodynamischen Bereichs angeht, steht Williams mit der Integration des neuen Cosworth-Motors und der Bridgestone-Reifen, für die die Radaufhängungen komplett neu gestaltet werden mussten, bei den Wintertests vermutlich noch vor der einen oder anderen Herausforderung, doch das Team ließ heute keinen Zweifel daran, dass man alle Skeptiker eines Besseren belehren und 2006 ungeachtet der schlechten Vorzeichen wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren möchte.

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