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Nico Rosberg fiebert der Jungfernfahrt entgegen

23. Januar 2006 - 11:08 Uhr

Nicht etwa Mark Webber sondern Nico Rosberg darf am Wochenende die Jungfernfahrt mit dem neuen FW28 durchführen

Nico Rosberg
Rosberg: Früher war Michael Schumacher sein Idol, jetzt ist er ein Gegner...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag wird Williams-Cosworth den neuen FW28 der Öffentlichkeit präsentieren. Den neuen Boliden darf nicht etwa der erfahrenere Mark Webber zum ersten Mal ausprobieren, sondern Neuzugang Nico Rosberg - durchaus eine Ehre: "Ich darf die Jungfernfahrt machen. Das freut mich riesig!", so der erst 20-Jährige im Interview mit 'ZDF online'.

Der Deutsche, der es sich zum Ziel gesetzt hat, am Ende der Saison auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken zu können, ist froh und stolz, dass er seine erste Formel-1-Saison mit seinem Wunschteam bestreiten darf: "Das ist ein traditionell erfolgreiches Team und wird es auch in Zukunft wieder sein. Außerdem kenne ich da schon viele Leute, die mich als Piloten respektieren."

Im zarten Alter von 17 Jahren absolvierte der in Wiesbaden geborene Rennfahrer seine ersten Runden im Formel-1-Boliden des BMW Williams F1 Teams: "Das war was Besonderes! Ich hatte schon lange vorher davon geträumt und dann endlich gespürt, was es heißt, in einem Formel-1-Boliden zu sitzen. Diese Erfahrung hat etwas in mir verändert. Seit diesem Moment habe ich noch härter an mir gearbeitet, um mein Ziel erreichen."

"Eigentlich nicht" sei sein Weg trotz seines Lebenslaufes in Richtung Formel 1 vorgezeichnet gewesen: "Obwohl, die Überlegung war da, Aerodynamik zu studieren. Aber mein Interesse an der Physik kann ich auch in der Formel 1 ausleben. Fußballer zu werden, wäre schon auch nicht schlecht gewesen", so Rosberg, der sich als Bayern München-Fan outet und "unbedingt" ein WM-Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft live verfolgen möchte.

Rosberg, der "Talent, Ehrgeiz, Persönlichkeit, Cleverness, technisches Verständnis, Motivation, einen klaren Kopf und einen starken Willen" als Grundvoraussetzungen eines Formel-1-Weltmeisters ansieht, hatte früher Michael Schumacher als Vorbild: "Aber das kann ich so jetzt nicht mehr unterschreiben, denn jetzt ist er mein Konkurrent. Und einen Konkurrenten sollte man nicht zum Vorbild haben. Aber ich bewundere, wie er an den Sport herangegangen ist und was er aus seinem Talent gemacht hat."

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