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Ferrari 248 F1 in den neuen Farben auf der Strecke

24. Januar 2006 - 10:59 Uhr

In Mugello wurde heute ohne eine aufwändig inszenierte Show der neue Ferrari 248 F1 präsentiert - Testfahrten wurden gleich im Anschluss aufgenommen

Ferrari 248 F1
Der Ferrari 248 F1 erinnert optisch ein wenig an seine Vorgängermodelle
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das 2005 arg gebeutelte Ferrari-Team hat heute im italienischen Mugello im Rahmen einer bescheidenen Präsentation den Neuwagen für die bevorstehende Formel-1-Saison vorgestellt. Der rote Renner trägt die Typenbezeichnung 248 F1 und soll den Traditionsrennstall aus Maranello wieder auf die Erfolgsspur bringen.

Enthüllt wurde das Auto bereits vor einer Woche in Fiorano, damals allerdings noch ohne Sponsorenaufkleber. Heute durfte der 248 F1 erstmals in voller Montur abgelichtet werden. Augenscheinlichste Neuerungen der Lackierung: Das 'Martini'-Logo prangt auf der Nase direkt unter den neuen Startnummern fünf beziehungsweise sechs, die für Ferrari nach Jahren der Dominanz einigermaßen ungewohnt sind. Der Computerhersteller 'Acer', nun auch als Geldgeber an Bord, ist am hinteren Ende der Seitenkästen präsent.

Was die Technik angeht, ist der vom Reglement vorgeschriebene 2,4-Liter-V8-Motor, dem der 248 F1 übrigens seine Typenbezeichnung zu verdanken hat, die gravierendste Veränderung gegenüber dem F2005. Darüber hinaus stechen auf den ersten Blick die am äußeren Ende der Seitenkästen montierten Rückspiegel ins Auge sowie die veränderten seitlichen Barge-Boards, die sich aufgrund einer vom Reglement diktierten Anhebung um fünf Zentimeter vom Vorgängermodell stark unterscheiden.

Michael Schumacher
Michael Schumacher heute bei der ersten Ausfahrt mit dem neuen Ferrari 248 F1
© xpb.cc

Die Heckpartie ist aufgrund der Einsparung von zwei Zylindern naturgemäß erheblich kompakter ausgefallen als in den vergangenen Jahren, genau wie die Seitenkästen, deren Lufteinlässe nun noch einmal beträchtlich geschrumpft sind. Allerdings setzt Ferrari nach unten hin interessanterweise nicht ganz so radikal auf eine Verjüngung der Seitenkästen wie die meisten Konkurrenzteams.

Beim Frontflügel baut Ferrari weiterhin auf ein zusätzliches Element unter der eigentlichen Frontpartie, welches Abtrieb generieren soll und schon aus der Saison 2005 bekannt ist. Auch beim Heckflügel wurde kein radikal neuer Weg eingeschlagen, sondern man ließ sich eine Evolution der bestehenden Basis einfallen. Allerdings ist anzunehmen, dass gerade die Aerodynamik bis zum ersten Rennen noch ein Facelifting verpasst bekommt.

Auf eine glamouröse Präsentation im Stil der vergangenen Jahre hat Ferrari diesmal übrigens bewusst verzichtet, weil man nach der verkorksten Saison 2005 offenbar bescheiden an die neuen Aufgaben herangehen möchte. Stattdessen fuhr Michael Schumacher schon am Vormittag mit dem 248 F1 auf die Strecke, um das Testprogramm aufzunehmen.

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