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Australisches Team gewinnt bei "Formel 1 in der Schule"

19. Januar 2006 - 12:01 Uhr

Teams aus elf Ländern bastelten am Mini-Formel-1-Boliden aus Balsa-Holz - und das mit unglaublichem Ehrgeiz und Begeisterung

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone höchstpersönlich unterstützt das 'F1 in Schools'-Projekt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das "Stingers Team" der 'Trinity Grammar School in Melbourne' ist auf der 'Autosport International' zum Sieger des "Formel 1 in der Schule"-Wettbewerbs gekürt worden. Elf- bis 18-jährige Schüler machten sich an die Arbeit, mithilfe von CAD/CAM-Software ein durch Kohlenstoffdioxid angetriebenes Balsa-Modell eines Formel-1-Boliden zu konstruieren. Zu gewinnen gab es Stipendien an der 'City University' von London im Gesamtwert von umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro.

Das sechsköpfige Team, bestehend aus Schülern im Alter von 13 und 14 Jahren, setzte sich im Wettbewerb gegen 16 andere Teams aus elf Ländern durch. Die Mannschaften mussten ihr Auto vor den Augen der Jury auf einer 20 Meter langen "Teststrecke" vorführen. Bewertet wurden das Design, die Technik und die Geschwindigkeit der Holz-Flitzer.

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Die Australier packte bei dem Projekt der Ehrgeiz. Sie informierten sich ausgiebig über das Design von Flugzeugflügeln und nahmen an Aerodynamik-Lehrgängen am 'Royal Melbourne Institute of Technology' teil. Zudem untersuchten sie ihr Modell mithilfe der Schlieren-Technik und einer Kamera, die 1.000 Bilder in der Sekunde schießt.

Das 2000 in England gegründete Projekt genießt seit November vergangenen Jahres sogar die Unterstützung von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Der Brite genehmigt die Verwendung der weltweit geschützten Marke F1 und des zugehörigen Logos. Zudem sind einige Ingenieure und Technische Direktor aus der Formel 1 als Schirmherren in das Projekt involviert.

"Es war eine große Überraschung, als wir gewannen", so "The Stingers-Ingenieur" Alexander Nunn. "Ich bin persönlich hin und weg und sehr, sehr, sehr glücklich." Immerhin musste man sich im ersten Lauf gegen den Erzrivalen "Team Aero Breaker" aus Malaysia mit 1,083 Sekunden zu 1,173 Sekunden knapp geschlagen geben. "Es gibt ein paar großartige Wettbewerber, aber ohne einen starken Wettbewerb macht es ja auch keinen Spaß."

"Mit Brasilien, Kanada, Deutschland, Spanien und Portugal, die dieses Jahr zum Projekt hinzustoßen wollen, wird die Anzahl der teilnehmenden Länder auf 23 erhöht", so Andre Denford, Gründer und Vorsitzender von 'F1 in Schools'. "Diese Herausforderung hat nun endgültig ein internationales Niveau erreicht."