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Stuck: Villeneuve "die beste Lösung" für BMW

03. Dezember 2005 - 13:35 Uhr

Aus Sicht des Formel-1-Experten Hans-Joachim Stuck hat sich BMW keinen Gefallen damit getan, Jacques Villeneuve so lange hinzuhalten

Hans-Joachim Stuck
Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck ist ein bekennender Jacques-Villeneuve-Fan
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nico Rosberg, Heikki Kovalainen, Alexander Wurz, Dan Wheldon, Sébastien Bourdais und Anthony Davidson: Die Liste jener Fahrer, die das BMW Sauber F1 Team Jacques Villeneuve im Grunde genommen am liebsten vorgezogen hätte, ist lang. Dass sich der deutsche Automobilhersteller schlussendlich dennoch für den Kanadier entschieden hat, lag in erster Linie an dessen Vertrag.

Selbst jetzt, wo Villeneuve offiziell bereits bestätigt ist, schwirrt noch das Gespenst durch den Medienwald, dass Wurz als Freitagstestfahrer unter Vertrag genommen werden könnte - mit dem Hintergedanken, einen starken Ersatzmann an Bord zu haben, falls der Weltmeister von 1997 ähnlich enttäuschen sollte wie zu Saisonbeginn 2005. Gegen diese Variante spricht allerdings, dass Wurz um ungefähr 20 Zentimeter größer ist als Villeneuve und Nick Heidfeld.

Dass man "JV" überhaupt so lange hingehalten hat, kann Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck übrigens nicht verstehen: "Jacques ist die beste Lösung, gerade im ersten Jahr des neuen Teams. Seine Verfassung, seine Form, sein Marktwert und was er für eine Riesenerfahrung einbringt - alles top! Es ist unverständlich, warum man ihn so lange hingehalten hat. Mehr Selbstvertrauen hat man ihm dadurch bestimmt nicht gegeben", kritisierte der 72-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

Im Nachhinein ist Stuck "froh, dass die Vernunft gesiegt hat", wie er dem 'Express' weiter anvertraute, auch wenn er sich Sorgen macht, dass BMW das Werksprojekt mit zu hohen Ambitionen angeht. Bekanntlich möchte Heidfeld spätestens 2008 Rennen gewinnen, während Vorstandschef Helmut Panke seinem Motorsport Direktor Mario Theissen sogar aufgetragen haben soll, schon 2007 den einen oder anderen Siegespokal nach München zu bringen.

"Man kann in der Formel 1 nicht in zwei Jahren siegfähig sein. Das ist nicht umsetzbar", winkte Stuck angesichts dieser optimistischen Zielsetzung ab. "Pankes Aussage hat eine riesige Erwartungshaltung aufgebaut. Das versucht man jetzt öffentlich gerade zu rücken. Ich glaube, BMW wird relativ schnell einen guten Stand haben, aber die großen Fünf - Renault, McLaren, Ferrari, Toyota und Honda - zu bügeln, wird verdammt schwierig."

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