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Monza-Offizielle: Einspruch gegen "Lärm-Urteil"

01. Dezember 2005 - 12:58 Uhr

Mit einem 60 Seiten umfassenden Einspruch gehen die Offiziellen in Monza gegen ein umstrittenes Lärmschutzurteil vor

Ralf Schumacher
Ist die Formel 1 wirklich zu laut für Rennen im 'Autodromo di Monza'?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Große Preis von Italien in Monza ist derzeit zumindest formal in Gefahr. Eine Gruppe von Bürgern aus Monza hatte mit einer Beschwerde aus dem Jahr 2001 über die hohe Lärmbelästigung durch Veranstaltungen im 'Autodromo di Monza' in der dritten November-Woche vor Gericht Erfolg.

Ein Mailänder Zivilgericht hatte entschieden, dass Veranstaltungen auf der Rennstrecke einen bestimmten Lärmpegel nicht überschreiten dürfen und schrieb in dem Urteil, dass Rennsport "eine überflüssige, gefährliche und sozial nutzlose Aktivität" ist, die "einen großen Einfluss auf die Umwelt hat". Damit die Formel 1 weiterhin gastieren kann, solle man entsprechende Lärmschutzmaßnahmen treffen.

Die Offiziellen der Rennstrecke haben nun am Mittwoch über den Veranstalter 'SIAS', der im Auftrag des Streckenbesitzers 'Automobile Club Milano' handelt, ein 60 Seiten umfassendes Dokument eingereicht, mit dem man Einspruch gegen das Gerichtsurteil einlegt. Im Januar soll das Ergebnis des Einspruchs bekannt gegeben werden.

Nach Informationen der 'Gazzetta dello Sport' umfasst das Dokument fünf Punkte, die das Urteil in Frage stellen. Zum einen habe man bei der Lärmmessung Fehler gemacht. Zudem würden die durch den Richter erlassenen Auflagen auf dessen eigenen Einschätzungen beruhen, nicht auf dem Urteil von Experten.

Neben der Tatsache, dass durch dieses Urteil andere Rechtssprechungen in Bezug auf Lärmbelästigung bspw. durch Flugzeuge nicht beachtet worden seien, stelle man auch die Anschuldigungen in Frage, dass die Gesundheit der Anwohner durch den Lärm tatsächlich gefährdet sei. Es könne zudem nicht sein, dass zum Wohle von sechs Klägern die Jobs von 33 Mitarbeitern an der Strecke und rund 250.000 weiteren von der Rennstrecke abhängigen Arbeitern gefährdet werden würden.

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